Branche_Politik
Historische Vielfalt ist Programm
Museum der Brotkultur Ulm zeigt europäische Weihnachtskrippen
Ulm (p). Das Museum der Brotkultur zeigt in seiner diesjährigen Weihnachtsausstellung seit 30. November 2008 bis 11.Januar 2009 eine Auswahl außergewöhnlicher Krippen von Landshuter Sammlern. Die Stücke dieser privaten Sammler haben in den letzten Jahren durch den Landshuter Krippenweg auch überregional Bekanntheit erlangt.
Leitmotiv der Ausstellung ist der Name des Geburtsortes Christi. Das hebräische bêt læchæm bedeutet „Haus des Brotes“ oder „Brothausen“.
In der Weihnachtsgeschichte nach den Evangelien Matthäus und Lukas wird gerade dieser Ort aufgrund des kaiserlichen Befehls zum Geburtsort Jesu, weil Josef aus Bethlehem und aus davidischer Familie stammte. Es ist wohl nicht ohne Bedeutung, dass der Lebensweg Jesu, der sich selbst als „Brot des Lebens“ oder als „Brot, das vom Himmel gekommen ist“ bezeichnet, dort seinen Anfang genommen hat.
Begreifbare Darstellung
Über den Ursprung der Weihnachtskrippe gibt es keine gesicherten Nachweise. Als Vorläufer gelten bildliche Darstellungen der Kindheitsgeschichte Jesu, das geistliche Schauspiel der Geburt Christi, welches aus einem liturgischen Wechselgesang bestand und sich mit den Geschehnissen der Heiligen Nacht befasste, oder auch der klösterliche Brauch des Kindlwiegens am Weihnachtsabend. Gerne wird Franz von Assisi als Vater des Krippenbrauches gesehen. Er stellte am Weihnachtsfest im Jahr 1223 in einer Höhle bei dem Ort Greccio, Mittelitalien, eine Futterkrippe auf und wollte den Menschen das Weihnachtsgeschehen damit so greifbar wie möglich machen.
Ausgehend von den Kirchen und Klöstern wurde der Krippenbrauch zunächst vom Adel übernommen, der entsprechend prächtige Inszenierungen in seinen Residenzen zur Schau stellte. In schlichterer Form hielt die Krippe aber auch bald Einzug in Bürger- und Bauernhäuser. Nach einer Blütezeit im 18. Jahrhundert wurden öffentliche Krippendarstellungen während der Aufklärung verboten, fanden damit aber noch stärker in der Volkskunst ihre Verankerung.
Zu den Landshuter Krippen gehören aufwendig gestaltete Landschaftskrippen mit unzähligen Figuren und Gegenständen ebenso wie Klein- und Kastenkrippen aus den unterschiedlichsten Materialien. Die Sonderausstellung will die Vielfalt der Krippentypen vor Augen führen, aber auch zur Detailbetrachtung verführen.
Informationen:
Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Tel. 0731 69955
www.museum-brotkultur.de
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 09.12.2008:
Optimierung alter Sorten
Image des Stollens fördern
Acrylamid: Niedrigere Gehalte als im Vorjahr
Mühlen kritisieren Weiterführung der Intervention für Brotweizen
Brotaromarad entwickelt
Foodwatch entlarvt Verbraucherinformationsgesetz als reine Symbolpolitik
„Gewalt kommt nicht in die Tüte“
Melamin auch in Lebkuchen entdeckt
Hunderttausend beim 15. Stollenfest in Dresden
Weizenpreise auf Talfahrt


RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"