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Haferanbau gesunken

Deutsche Getreidequalität oft nicht ausreichend


Bonn (ke). Im vergangenen Jahr wurden europaweit rund acht Mio. Tonnen Hafer erzeugt, in Deutschland waren es mit 720.000 Tonnen so wenig wie noch nie. Das meiste ging in die Mischfutterindustrie, weil die Qualität auch nach der Ernte 2007 den Schälmühlen oft nicht für die Vermahlung genügte. Die heimische Schälmühlenindustrie bezieht daher immer mehr Hafer vor allem aus Skandinavien.

Der Haferanbau in Deutschland verliert von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Daran dürfte sich, so die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle ZMP GmbH, Bonn, kurzfristig auch wenig ändern, denn nachdem die Vermehrungsflächen im vorigen Jahr erneut eingeschränkt worden sind und die Erträge niedriger waren als sonst, sei auch das Saatgut knapp geworden. Die Landwirte dürften überdies nur dann wieder in den risikoreichen Haferanbau einsteigen, wenn die Schälmühlen zu längerfristigen Verträgen zu attraktiven Konditionen bereit sind.


Artikel vom 02.04.2008
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