Meinung
Gutes Brot tut not Kommentar
Der Marktdruck wird spürbar zunehmen. Denn der Kuchen kann nur einmal verteilt werden. Sollte das Bäckerhandwerk deshalb in Panik geraten? Schließlich trifft es auch den LEH, die Industrie oder die Discountbäcker. Geteiltes Leid ist halbes Leid sollte man denken. Eines ist aber klar, das Bäckerhandwerk hat keine Marktanteile mehr zu verschenken. Die Decke ist dünn und die Möglichkeiten, auf andere Segmente auszuweichen, nicht unendlich und auch nicht an jedem Standort gegeben.
Freilich bieten Kaffee, Bäckersnack oder gar die Bäckergastronomie Möglichkeit, verloren gegangene Umsätze im klassischen Backwarenbereich zu kompensieren oder den Umsatz durch Mehrwert zu erhöhen. Zu bedenken wäre eben, dass die Margen in diesen Bereichen schlechter sind als bei Brot. Aufwand und Anspruch sind für alle Beteiligten deutlich größer und das in einer Branche, die eh schon Probleme hat, kompetente Mitarbeiter zu bekommen. Gutes Brot tut not: Vielleicht wäre es in einigen Fällen besser, sich wieder verstärkt der Backwarenqualität zuzuwenden. Denn wer die Brote nicht kocht, wie Prof. Brümmer sagen würde, sondern anständig backt, muss als Bäcker nicht unbedingt zum Kochlöffel greifen. Kultbäcker Gaues z. B. lässt grüßen.
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