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Guter Rat muss nicht teuer sein
Dubiose Berater sind leicht zu entlarven / So gehen Sie auf Nummer sicher
Stuttgart (mfi). Handwerksunternehmer engagieren Berater oft mit unsicherem Gefühl. Ist der Mann sein Geld wert? Oder nutzt er die Situation im Betrieb aus, um abzukassieren? Wer sich einen Berater ins Haus holt, sollte ihm vorher auf den Zahn fühlen – und gegebenenfalls rechtzeitig den Laufpass.
Das sollten Sie im Auge behalten:
Vorsicht bei Anrufen!
Zwielichtige Berater akquirieren oft per Callcenter. Es ruft eine freundliche Vertriebsmitarbeiterin, die sagt, es sei zufällig ein Berater in der Gegend. Der könne kurz vor Feierabend vorbeischauen - wenn es etwas ruhiger im Betrieb ist. Das Beratungsgespräch sei kostenlos. Als Lockmittel werden Fördermittel in Aussicht gestellt.
Souverän bleiben!
Schwarze Schafe nutzen das erste Beratungsgespräch, um Unternehmer zu verunsichern. Mit Prophezeiungen wie „So kann der Betrieb nicht überleben“ versuchen sie, einen Beratungsauftrag zu erhalten. Egal, wie groß die Sorge um den eigenen Betrieb ist – lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Referenzen einholen!
Für wen hat der Berater bereits gearbeitet? Hat er Erfahrung in der Backbranche? Fragen Sie den Berater nach Arbeitsbeispielen, lassen Sie sich Adressen nennen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Innung oder Handwerkskammer, ob der Berater bekannt ist.
Honorar prüfen!
Welche Leistungen umfasst der Vertrag? Wie hoch ist das Honorar? Die Höhe des Honorars hängt in der Regel ab von der Qualifikation des Beraters und der Aufgabenstellung. Die Spanne ist groß, sie reicht bei kleinen Betrieben von etwa 100 bis 150 Euro netto pro Stunde. Geht es um Alltagsfragen wie finanzielle Engpässe oder Zahlungsausfälle liegen die Stundensätze im Mittelfeld. Keinesfalls unterschreiben sollte man ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis. Das kommt einem Blankoscheck gleich.
Rechtzeitig reagieren!
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie der Berater über den Tisch ziehen will, beenden Sie das Projekt – am besten, bevor er eine Leistung erbracht hat. Drohen Sie mit einer Strafanzeige und holen Sie rechtliche Auskunft ein – etwa bei einer Handwerksorganisation.
Widerstand leisten!
Wenn Sie einen wertlosen Bericht erhalten, stehen die Chancen in einem Prozess nicht von vornherein schlecht. Wegen mangelnder Leistung, „Nichtleistung“ oder überhöhten Honoraren können Sie die Zahlung in besonders krassen Fällen verweigern.
Guten Rat einholen!
Beratung kann in vielen Fällen hilfreich sein. Praxisnahe Tipps erhalten Sie in den Erfa-Kreisen der Landesinnungsverbände. Zudem bietet sich die Nachfrage bei anderen Organisationen des Handwerks an.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Beratern gesammelt?
Mehr dazu unter:
abz@matthaes.de
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