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Grundnahrungsmittel fast unbelastet

In Mehl nur geringfügige Mengen schädlicher Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen festgestellt


Bonn (ke). Vor allem durch diverse Lebensmittelskandale stehen Lebensmittel momentan unter besonderer Beobachtung. Die Verbraucher sind kritischer und skeptischer geworden. Da kann man als Lebensmittelproduzent froh sein über folgende gute Nachricht: Grundnahrungsmittel in Deutschland sind meist nur wenig mit gesundheitsschädlichen Stoffen belastet. Das teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn mit Bezug auf die Ergebnissen des Lebensmittel-Monitorings 2005 mit.

So wurden in Mehl und Süßwaren nur geringfügige Mengen schädlicher Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen festgestellt. Bei Reis und Kartoffeln wurden keine oder nur vereinzelt Überschreitungen der Höchstmengen für Pflanzenschutzmittelrückstände gemessen.

Auch im Getreide sind kaum noch Rückstände zu finden. Seit 30 Jahren hat die Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen oder Schwermetallen wie Blei und Cadmium stetig abgenommen. Anfang der 90-er Jahre wurden z. B. noch in 80 Prozent der Proben Insektizide nachgewiesen. Trotz technischer Verbesserungen in der Analytik sind in den letzten 10 Jahren in zwei Dritteln der Proben keine Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt worden. In den Proben mit Rückständen waren die gefundenen Werte sehr niedrig und lagen nahezu an der Nachweisgrenze. Dies stellte die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Detmold 2005 im Rahmen der Besonderen Ernte- und Qualitätserhebung fest.

Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Ergebnisse eines ÖkoMonitorings in Baden Württemberg. Danach unterscheiden sich die Rückstandsgehalte in Lebensmitteln aus ökologischem Landbau signifikant von konventionell erzeugten Lebensmitteln. „Sie enthalten im Durchschnitt deutlich weniger Rückstände als konventionelle Ware“, heißt es in dem Bericht.

Dabei umfassten die Untersuchungen u.a. den Nachweis von gentechnisch veränderten Bestandteilen, von Bestrahlung, der Verunreinigung mit Mykotoxinen.

Das Lebensmittel-Monitoring ermöglicht einen repräsentativen Überblick über die Belastung ausgewählter Lebensmittel in Deutschland. Der Bericht wird vom BVL jährlich auf der Grundlage von Daten aus den Bundesländern erstellt und basierte 2005 auf knapp 5200 Proben. Der Handel sollte aus Sicht des BVL im Rahmen des Qualitätsmanagements den Anteil belasteter Waren weiter reduzieren und damit das Vertrauen der Verbraucher stärken.

Aus Sicht des BVL ist es zweckmäßig, dass Importeure und Handelsunternehmen mit festen Partnern in der Landwirtschaft kooperieren und mit diesen praktikable Eckpunkte zum Pflanzenschutz definieren, in denen die verwendeten Wirkstoffe und Anwendungsbedingungen festgelegt werden. Durch Kontrollen im Anbauland noch vor der Ernte können Handelsunternehmen und Importeure sicherstellen, dass die von ihnen in Verkehr gebrachten Lebensmittel den rechtlichen Vorgaben entsprechen.


Artikel vom 16.02.2007
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