Meinung

Grund zur Freude Kommentar


LDer letzte Kommentar in 2008. Eine Branche im Umbruch oder Aufbruch würde vielleicht als Titel passen. Aber ist das Geschäft mit Backwaren nicht schon seit der Neuzeit der Bäckerei im permanenten Auf- und Umbruch? Ja ist es – schließlich ist nichts beständiger als der Wandel. Es ist eigentümlich, dass sich viele Unternehmer am status quo orientieren, Veränderungen werden als Abweichung, Neues, Unbekanntes erlebt.

Menschlich, denn Veränderungen kosten Kraft, erfordern Mut, Kreativität und eine unbekannte Zukunft hat stets als Begleitmusik Unsicherheit im Gepäck. Zukunft ist übrigens immer unbekannt, deshalb auch immer unsicher. Gar nichts Spannendes. Deshalb haben aber Analysten, Statistiker und allen voran Zukunftsforscher gut zu tun.

Für 2009 stehen die Zeichen schlecht, also wird das Aufziehen düsterer Wolken verkündet. Ab und an auch nach der Devise: Je düsterer, je besser; in diesen Wettbewerb steigen jüngst auch Vertreter der Regierungskoalition ein. Ein bisweilen schauderhaftes Schauspiel, flankiert von grotesken Bittstellern, die beim Staat um Hilfe bitten. Bäcker gehören nicht dazu. Was können Bäcker tun? Doch zunächst einmal auf ein tatsächlich erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Unbedingt nicht vergessen. Das macht nämlich Freude. Und die bringt bekanntermaßen Kraft für das ganz normale Auf und Ab im Alltag des Geschäftslebens – und auch bei Konjunkturzyklen.

Freilich wird 2009 nicht einfach, aber das Brötchenessen ist eigentlich eine sehr konjunkturunabhängige Freude. Ein Genuss, den man sich gönnt, weil man auf das neue Auto verzichtet. Wer sich vorab auf eine Krise einstimmt, darf sich nicht wundern, wenn's schlecht läuft. Lachen hat magische Kräfte, erhöht sogar die Produktivität.


Artikel vom 19.12.2008
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