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Grenzwerte im Griff

EU-Schnellwarnsystem meldet weniger Risiken


Brüssel (ke). Im vergangenen Jahr wurden in Europa weniger gesundheitsschädliche Bakterien und verbotene Farbstoffe in Lebensmitteln entdeckt. Das geht aus dem Jahresbericht zum Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) hervor, an dem 30 europäische Staaten beteiligt sind. Insgesamt seien 2006 bei dem so genannten EU-Schnellwarnsystem 6.840 Risikomeldungen eingegangen. Das waren fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die EU-Kommission führte den Rückgang unter anderem auf strengere Vorschriften zurück. Viele Produzenten hätten sich darauf eingestellt und kontrollierten ihre Erzeugnisse auf die Einhaltung von Grenzwerten. In den vergangenen Jahren waren beispielsweise häufig Gewürze mit verbotenen Farbstoffen entdeckt worden. Gegriffen hätten neben wirksamen Maßnahmen gegen vorschriftswidrige Farbstoffe auch die Anwendung neuer EU-Kriterien für bestimmte pathogene Mikroben, welche die bisherigen unterschiedlichen nationalen Kriterien ersetzten. Insgesamt sind letztes Jahr im Rahmen des RASFF 6.840 Meldungen über Lebens- und Futtermittelrisiken (gegenüber 7.170 im Jahr 2005) eingegangen. Die meisten Meldungen betrafen Fischereiprodukte (21 Prozent), gefolgt von Fleisch und Fleischprodukten (13 Prozent) sowie Getreide und Backwaren (12 Prozent). Bei fast der Hälfte aller Risikomeldungen ging es um Lebens- oder Futtermittel, die aus anderen Ländern in die EU gebracht werden sollten.

Die 30 an dem Schnellwarnsystem beteiligten Länder müssen mögliche Risiken für Mensch, Tier oder die Umwelt melden. Das Alarmsystem verbindet die zuständigen nationalen Behörden mit der Europäischen Lebensmittelbehörde und der EU-Kommission. So soll die unmittelbare Weitergabe von Informationen an alle Beteiligten rund um die Uhr sichergestellt werden.


Artikel vom 05.07.2007
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