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Getreideverunreinigung minimieren
Julius Kühn-Institut erarbeitet Strategien, um Belastung durch Pilzgifte zu senken
Berlin (p). Gesundheitsschädliche Konzentrationen von Pilzgiften in Getreideprodukten wie Müsli oder Backwaren muss der Verbraucher nicht fürchten. Damit dies so bleibt, arbeiten Kontrollbehörden und Forschungseinrichtungen Hand in Hand. So wird sichergestellt, dass zu hoch belastetes Getreide nicht weiterverarbeitet wird. Auch Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) tragen mit ihrer Forschung dazu bei, die Belastung mit Mykotoxinen zu minimieren. Ihre Ergebnisse stützen die derzeitigen Bemühungen der Behörden, die für mehr Pilztoxine gesetzliche Regelungen anstreben.
Da bekanntlich die Dosis das Gift macht, werden die Grenzwerte immer wieder von den zuständigen Behörden kritisch hinterfragt. Beispiel: Bei Verunreinigungen mit dem Mutterkornpilz wird der gesetzliche Grenzwert derzeit in Gewichtsanteilen der so genannten Mutterkörner (0,05 Gewichtsprozent) angeben. Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts konnten jedoch zeigen, dass kein Zusammenhang zwischen der Menge der Toxine und der Größe der Mutterkörner besteht. „So gibt es große Mutterkörner, die wenig Pilzgifte enthalten, während kleinere sehr hohe Konzentrationen aufweisen können“, berichtet Dr. Frank Ellner vom JKI.
Die Mykotoxin-Verunreinigung unterliegt großen Schwankungen, die auf Witterungseinflüsse während der Getreideblüte zurückzuführen sind. Die hohe chemische Stabilität der Mykotoxine führt dazu, dass sie in fast unveränderter Konzentration auch in Getreideprodukten enthalten sind.
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