Meinung

Gesund durch die KriseKommentar


Es geht derzeit recht ruhig im Bäckerhandwerk zu, wenig brisante Neuigkeiten, Meldungen über langfristige Trends in der Branche beherrschen die Diskussion / Kommunikation. Und auch von der Wirtschaftskrise werden die Betriebe – zumindest hinsichtlich der Nachfrage – kaum betroffen. Eine Ruhe vor dem Sturm? Sturm sicher nicht, aber die Wirtschaftskrise wird auch das Bäckerhandwerk erreichen, nämlich in 2010. „Gesund durch die Krise“ lautet da das Motto, das gilt für deutsche Endverbraucher, die sich – mehrheitlich für zu fettleibig befunden, gesund ernähren wollen (siehe Bericht Seite 8), genauso wie für die Unternehmen, die entsprechende Angebote parat haben müssen. Gesundheit, Convenience, Bio oder Genuss werden langfristig die zentralen Trends bleiben und da gilt es, sich in Krisen rechtzeitig im Sortiment und Marketing aufzustellen. Doch das versäumen einige Bäcker.

Ein Beispiel: Über Bio wird in der Branche gegenwärtig kontrovers diskutiert. Viele Betriebe zögern, während der LEH und selbst Discounter das Thema konsequent besetzen. – Was aber, wenn Discount und eine hochwertige, gesunde Ernährung keine Gegensätze darstellen?

Keine Krise dauert ewig und das Bäckerhandwerk ist gut beraten, bei den langfristigen-nachhaltigen Trends nicht das Feld dem Wettbewerb zu überlassen. Dabei führen viele Wege nach Rom: Ob mit regionalen Konzepten, dem Einsatz spezieller Zutaten, z. B. alter Getreidesorten, natürlich Bio oder auch den Angeboten der Backzutatenhersteller: Die bekannte Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich“ hat nun auch ein spezielles Brot mit geprüftem Nährwertprofil, das sich deshalb auch werblich nutzen lässt – und Chancen gilt es besonders in Krisen zu nutzen (siehe Bericht S. 9).


Artikel vom 06.05.2009
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