Trends & Märkte
Gesellschaftlicher Aufbruch
Regierung plant „Nationalen Aktionsplan Ernährung“
Berlin (age). Die Bundesregierung will einen „Nationalen Aktionsplan Ernährung“ erarbeiten. Eckpunkte dazu will Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer im Deutschen Bundestag vorstellen. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär vom Agrarressort, Dr. Peter Paziorek, in Berlin angekündigt. Der Staatssekretär sprach von einer Gesamtstrategie, deren Ziel es sei, „in Deutschland eine Selbstverständlichkeit für Gesundheit zu schaffen“. Zu diesem Zweck wolle man gemeinsam mit Ländern und Kommunen, aber auch mit Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Organisationen einen „großen gesellschaftlichen Aufbruch organisieren“. Dabei gehe es nicht darum, „einen Feldzug gegen Futter, Fett oder Salz zu führen“. Vielmehr wolle man einen vernünftigen Umgang mit den einzelnen Lebensmittelgruppen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und einen gesundheitsförderlichen Lebensstil erreichen. „Wir können und wollen den Menschen die Verantwortung nicht abnehmen“, betonte Dr. Paziorek. Stattdessen müsse die „Eigenverantwortung zur Prävention“ weiter gestärkt werden. Unterdessen haben sich die zuständigen Fachpolitiker der Unionsfraktion für eine plakative Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen ausgesprochen, um die Verbraucherinformation zu stärken. Man unterstütze den Vorschlag des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), die „Großen Vier“, also Energie, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, übersichtlich auf Verpackungen anzugeben.
Neben einer Verbesserung der Verbraucherinformation plädierten die CDU-Abgeordneten für eine Stärkung der Prävention. Dazu beitragen könne die Bereitstellung von Materialien zur Ernährungsaufklärung für Schulen und Ärzte, beginnend bei der Schwangerenberatung über die Kinderbetreuung bis hin zur Schule. Zudem müssten sowohl die Ernährungsforschung als auch wissenschaftliche Präventionsprogramme unterstützt werden.
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