Wirtschaft

Generationswechsel bei tegut

Wolfgang Gutberlet übergibt den Vorstandsvorsitz an Sohn Thomas


Fulda (p) Wolfgang Gutberlet, Inhaber und Chef der Handelsgruppe tegut, hat den Vorstandsvorsitz an seinen ältesten Sohn Thomas ab übergeben, wie die Mainpost berichtete. Mit dem 39-Jährigen übernimmt die dritte Generation der Familie Gutberlet die Spitzenposition des Fuldaer Unternehmens.

Der heute 65-jährige Wolfgang Gutberlet hat das 1947 von seinem Vater Theo gegründete Unternehmen 1973 übernommen und erfolgreich ausgebaut. So verfügt die tegut-Gruppe, zu der die Bäckerei Herzberger, eine der größten Biobäckereien in Europa, und die Großmetzgerei Kurhessische Fleischwaren (kff) gehören, heute über ein Netz von mehr als 300 Supermärkten und beschäftigt rund 6200 Mitarbeiter. Teil der Firmenphilosophie ist die regionale Verankerung, weshalb keine der Filialen mehr als 150 Kilometer vom Fuldaer Firmensitz entfernt ist. Tegut machte im Jahr 2008 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

Als maßgeblich für den Erfolg sieht man bei tegut die konsequente Umsetzung des Firmenphilosophie, „mit guten Lebensmitteln verantwortungsvoll handeln.“

So nahm Wolfgang Gutberlet schon 1982 als erster Supermarktbetreiber Bioprodukte in die Regale. Der bekennende Christ und Vater von fünf Kindern hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten damit Erfolg. Heute haben ökologisch erzeugte Lebensmittel einen Anteil von rund 20 Prozent am gesamten Sortiment.

Für seine Leistungen wurde der Bio-Pionier nicht nur mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, sondern unter anderem von der Unternehmungsberatung Ernst & Young als „World Entrepreneur des Jahres“ (weltbester Unternehmer des Jahres) oder zum Ökomanager des Jahres ernannt.

Sein Sohn und Nachfolger als Vorstandsvorsitzender, Thomas, kennt das Unternehmen von Kindesbeinen an. Seit 2002 kümmert er sich im Vorstand um Sortiment und Marketing.


Artikel vom 02.09.2009
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Fokus vom 02.09.2009:

Bio-Markt: Zielgruppen differenziert analysieren
Kein Dauerauftrag
Von Bauern und Bäckern Kommentar
„Familiärer Führungswechsel" bei Panusin-Jünger
Zu viele Überstunden
Lantmännen auf Sparkurs
Getrennt von Slow-Baking
„Bäckerei“ nur, wenn vor Ort produziert wird
Liebe Kollegen,
Bäcker und Bauern ziehen an einem Strang

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Fokus


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!