Aktuell
Gen-Weizen abgelehnt
Freisetzungsversuch in Sachsen-Anhalt kritisiert
Berlin (age). Ein geplanter Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen am Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist bei den Bündnisgrünen auf heftige Kritik gestoßen. Die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ulrike Höfken, und die Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Undine Kurth, nannten den Versuch „unverantwortlich und unnötig“. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer solle die Genehmigung durch das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verhindern, verlangten die beiden Abgeordneten. Das IPK will noch in diesem Jahr einen Freisetzungsversuch mit Winterweizen durchführen, der einen erhöhten Proteingehalt und damit höheren Nährwert als herkömmlicher Weizen aufweist.
Beide hoben hervor, gentechnisch veränderter Weizen sei weltweit nicht zur Vermarktung zugelassen. Das Unternehmen Monsanto habe wegen des großen Widerstands von Landwirten von einer Markteinführung in den USA absehen müssen. Für die beiden Bündnisgrünen stellt sich daher die Frage, warum ausgerechnet in Sachsen-Anhalt ein Versuchsfeld mit diesen Pflanzen bestellt werden solle, die nicht nur ein Risiko für die Biodiversität seien, sondern auch keine Marktchancen hätten.
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