Meinung
Gefundenes Fressen Kommentar
Die Sache ist also nicht vom Tisch. Das zeigen jetzt vor allem die Entdeckung von gentechnisch verändertem Leinsamen (siehe Seite 4). Ein gefundenes Fressen für die Gen-Gegner und die Bio-Branche. Denn heißt es nicht schon lange, die Kontrollen seien zu lasch, die unmittelbare Nähe von, zum Beispiel, Bio-Kulturen und Gen-Pflanzungen von Übel und überhaupt die Lobby der Agroindustrie zu mächtig?
Jetzt haben wir den Salat. Denn hier handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur um die Spitze des Eisbergs. Nach dem Motto: Wer Gen-Leinsamen sät, macht vor der Ernte und in Verkehrbringung von Gen-Raps, Gen-Mais und oder Gen-Soja nicht halt – mit oder ohne Zulassung. Wenn dem so wäre, könnte man von einem großangelegten menschlichen Tierversuch reden. Zwar wird immer wieder von nachgewiesener gesundheitlicher Unbedenklichkeit im Zusammenhang mit sogenannten Gen-Lebensmitteln gesprochen. Es ist wahrscheinlich aber mit Sicherheit nur eine mit an Sicherheit grenzende Unbedenklichkeit. Stichwort Unsicherheit. Wenn nun aber die Verbraucher keinen Appetit auf an Unsicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit haben? Gen-au: Sie greifen eben ins Bio-Regal.
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