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Formulierungen umstritten

Novellierung des Gentechnikgesetzes scharf kritisiert


Oberleichtersbach (age). Das Eckpunktepapier zur Novellierung des Gentechnikgesetzes ist von der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AoeL) scharf kritisiert worden. Das Papier enthalte Formulierungen, die im Zweifelsfall das Interesse von Anbauern gentechnisch veränderter Organismen (GVO) über das Ziel der Kontaminationsvermeidung und über die Wahlfreiheit stelle, erklärte die AoeL in einem Offenen Brief an den Bundestag und die Bundesregierung. Das Interesse der Produzenten, die Rohwaren frei von Gentechnik erzeugen wollten, werde in dem Dokument mit Ausnahme der Hersteller ökologischer Lebensmittel nicht erwähnt. Die Bundesregierung verstecke sich in der Frage des Verbraucherschutzes hinter den Vorgaben und Kennzeichnungsregeln der EU. Den Bürgern sollen Lebensmittel zugemutet werden, die mit GVO-Konstrukten kontaminiert seien. Im Gegenzug würden herkömmliche Nahrungsmittel deutlich teurer, sofern sie überhaupt beschaffbar blieben. Die Vereinigung forderte, dass bei künftiger Koexistenz konsequent das Verursacherprinzip gelten müsse.



Artikel vom 29.03.2007
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