Aktuell
Falschgelderkennung rechnet sich
Betrug mit Euro-Banknoten rückläufig / Immer mehr falsche Münzen im Umlauf
Berlin/Frankfurt (rgb). Als erfreulich bezeichnete in Berlin der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) den Rückgang falscher Banknoten in Deutschland. Laut der Deutschen Bundesbank sank der Falschgeldanfall im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum vorherigen Halbjahr um 25 Prozent. Es wurden rund 25.000 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr registriert; die rechnerische Schadensumme lag bei 1,7 Millionen Euro. „Damit setzt sich für Deutschland der Trend zu weniger Falschgeldnoten seit dem 2. Halbjahr 2004 fort“, sagte HDE Falschgeld-Experte Ulrich Binnebößel. „Auch die erhöhte Aufmerksamkeit im Einzelhandel hat dafür gesorgt, dass die Menge der aus dem Verkehr gezogenen falschen Banknoten so stark zurückgegangen ist.“
Der HDE-Experte erklärte, dass der Einzelhandel in den vergangenen Jahren verstärkt Anstrengungen unternommen habe, um Betrugsversuche mit gefälschten Banknoten zu erkennen. Viele Händler hätten in moderne Falschgelderkennungsgeräte investiert, die auch gut gemachte Fälschungen ausfindig machen.
Aber auch Schulungen, die von den Experten der Bundesbank angeboten werden, seien stark nachgefragt worden. „Dies alles hat Deutschland zu einem vergleichsweise unattraktiven Absatzmarkt für Fälscherbanden gemacht“, so Binnebößel. Er warnte, dass die Aufmerksamkeit trotz des Erfolgs nicht nachlassen dürfe: „Auch weiterhin ist damit zu rechnen, dass neue und bessere Fälschungen auf den Markt kommen. Daher sollten die Einzelhandelsunternehmen die Sensibilisierung ihrer Mitarbeiter für Falschgeld stets auffrischen.“ Der HDE empfehle einen offensiven Umgang mit dem Thema Falschgelderkennung. „Die Prüfung auf Echtheit erfolgt auch zum Schutz der Kunden. Daher muss sich der Kunde nicht als potenzieller Fälscher fühlen, wenn seine Banknote an der Kasse auf Echtheit geprüft wird. Er kann vielmehr beruhigt sein, dass der Handel seinen Beitrag zur Falschgeldprävention leistet“, sagte Binnebößel. Laut den Zahlen der Deutschen Bundesbank seien mehr und mehr falsche Münzen in Umlauf gekommen. Binnebößel: „Selbstverständlich darf die Prävention und Aufklärung hier nicht vernachlässigt werden. Doch insgesamt 39.000 gefälschte Münzen ergeben wertmäßig einen relativ geringen Betrag von 76.089 Euro.
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