Branche_Politik
Fair Gehandeltes mehr gefragt
Fairtrade mit Plus von 50 Prozent / Kaffee und Schokolade bei Gewinnern

Fair gehandelter Kaffee mit enormem Zuwachs im letzten Jahr: Rund 165 Mio. Tassen wurden ausgeschenkt – ein Plus um 34 Prozent. Foto: Wolf Foto: Wolf
Von diesem Erfolg profitieren insbesondere die 870 zertifizierten Produzenten-Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die allein über den deutschen Markt mehr als 33Mio. Euro Direkteinnahmen erhalten haben.
Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1000 Fairtrade-gesiegelte Produkte an. TransFair-Deutschland ist Mitglied der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) mit Sitz in Bonn, in der die weltweit 20 Siegelinitiativen zusammengeschlossen sind.
Gezielt nachhaltig fördern
2008 war ein Jahr der weltweit extremen Preissteigerungen im Nahrungsmittelsektor. Der Faire Handel setzt all dem sein Konzept der gezielten und nachhaltigen Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft und sozial geführten Plantagen in Lateinamerika, Afrika und Asien entgegen.
Durch den garantierten Mindestpreis, den die Produzenten für Kaffee oder Tee, Bananen, Orangen, Kakao oder Reis erhalten, ist ihre Existenz und damit ihre Ernährung und die ihrer Familien gesichert. Mit gezielter Beratung helfen Experten, die Anbaumethoden zu verbessern, eigenes Saatgut zu entwickeln und die Produktion zu diversifizieren.
Im Jahre 2008 wurden fast 5000Tonnen Fairtrade-Kaffee gekauft. Davon wurden 165Mio. Tassen in gastronomischen Betrieben ausgeschenkt. Dies bedeutet eine Steigerung um 34 Prozent. Leckermäuler genossen 867 Tonnen Fairtrade-Schokolade, das sind 10 Prozent mehr. Lediglich Fairtrade-Bananen sind mit 12.000 Tonnen um elf Prozent gesunken.
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 06.05.2009:
Backzutaten-Wissen unter neuem Namen
Wettbewerb für Öko-Logo ausgeschrieben
Verbraucher votieren für „gentechnikfrei“
EU will Preise überwachen
Thema Salzgehalt noch nicht vom Tisch
Ausfuhrpreise rückläufig
Konsum vor Ort stärkt Wirtschaft
Das Handwerk muss in der Politik vertreten sein
Irgendetwas geht immer
Gesund durch die KriseKommentar

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"