Aktuell
Ernährungsindustrie: Gesundheit im Visier
Geballte Aufmerksamkeit auf der IGW für Projekte rund um Essen und Bewegen
Berlin (age). In ihrem Werben für einen gesunden Lebensstil bündelt die Ernährungsindustrie ihr Engagement. Dazu präsentiert sich die Branche mit der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) bei der diesjährigen Internationalen Grünen Woche (IGW) in Halle 1.2b unter dem Motto „Power fürs Leben –Essen und Bewegung“ erstmals mit einer eigenständigen Ausstellung. Auf der IGW glaubt BVE-Präsident Jürgen Abraham gerade auch Zielgruppen, die überdurchschnittlich von Übergewicht betroffen sind, so Kinder aus sozial schwachen Familien und Migranten, gut ansprechen zu können. „Wir erreichen die Leute, die sich falsch ernähren“, betonte der BVE-Präsident vergangene Woche zum IGW-Auftakt, machte aber auch deutlich, dass es ohne die Verantwortung des Einzelnen und der Eltern für ihre Kinder nicht gehe. Jeder sei für seine Figur letztendlich selbst verantwortlich, das dürfe man bei allen Bemühungen der Industrie nicht vergessen. Es gebe keine ungesunden Produkte, nur eine unausgewogene Ernährung. Zum Mitmachen besteht beim Gemeinschaftsauftritt der Ernährungswirtschaft beispielsweise bei der Aktion „Fit am Ball –Der Schul-Cup von funny frisch“ Gelegenheit, wo Fußball- und Koordinationsübungen vom Kartoffelchipshersteller Intersnack gesponsort und von der Deutschen Sporthochschule Köln unterstützt werden. Unter dem Motto „Richtig trinken, gesund leben“ ist Coca-Cola auf der Grünen Woche dabei. Der Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), Prof. Matthias Horst , betonte, die Kriterien für die Auswahl der Partner seien nicht ihre Produkte, sondern ihr Engagement für einen insgesamt gesunden Lebensstil.
Wie BLL-Hauptgeschäftsführer Horst betonte, haben die Themen Ernährung und Bewegung für die Branche seit Jahren angesichts des Problems der Fettleibigkeit besondere Bedeutung. Die Ernährungswirtschaft nehme ihre Verantwortung dabei wahr, so durch Aufklärungsarbeit, aber auch durch eine große Produktpalette. Beispielsweise seien mittlerweile viel mehr „bedarfsangepasste Produkte“ mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Kaloriengehalt auf dem Markt.
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