Lebensmittelkennzeichnung
Erhellender Einblick?
Viele Lebensmittel schmücken sich mit regionalen Siegeln. In Wirklichkeit handelt es sich oft um Mogelpackungen. Jetzt soll ein „Regionalfenster“ für Durchblick sorgen.

Transparenz statt Trickserei: Bäcker, die regionale Produkte verarbeiten und das vermitteln, profitieren am Markt. Foto: Archiv
Das Bundesministerium für Verbraucherschutz will dazu ein sogenanntes Regionalfenster einführen. „Wir wollen kein eigenes neues Siegel etablieren, sondern Transparenz schaffen über das, was hinter den regionalen Kennzeichnungen steckt, wie die Bedingungen aussehen, unter denen ein Produkt erzeugt wurde“, heißt es. Wie dieses Fenster im Detail aussehen soll, sei noch offen. Fest steht aber: Neben Aussagen zur Herkunft und den Anteilen von Rohstoffen und Zutaten sind Angaben zum Verarbeitungsort vorgesehen. Zudem will das Ministerium, dass die Herkunft regionaler Produkte in dem Fenster per Zertifizierung belegt wird.
Wie sehen das Bäcker? „Ich finde es gut, wenn für mehr Transparenz gesorgt wird“, sagt Wolfgang Schmid. Der Obermeister der Bäckerinnung Nordoberpfalz erlebt in seinem Betrieb immer öfter, „dass Kunden nachfragen, woher etwas kommt“.
Bäckermeister Bernd Sigel aus Weilheim an der Teck hält nicht so viel von der Idee der Politik. „Siegel sind nicht so wichtig.“ Beim Einstieg ins Geschäft können sie hilfreich sein, sagt er und betont: „Entscheidend ist das Vertrauen der Kunden.“ Sigel und seine Mitarbeiter genießen es, weil „wir unsere Werte konsequent leben.“
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