Meinung
Energie als Lebenselixier
Gegen rote Ampeln ist man machtlos, der Klimawandel droht die alljährliche Hoffnung auf weiße Weihnachten schon im Keim zu ersticken und auch die Maulwürfe kriegt man nicht zu Gesicht, um sie in Nachbars Garten zu tragen. Bleibt die jährliche Erhöhung der Energiekosten, gegen die aber auch kein Kraut gewachsen zu sein scheint. In sieben Meilenstiefeln drohen Öl, Gas und Strom das zarte Pflänzchen Konjunktur aufzufressen. Ein schwacher Trost im harten Wettbewerb: Anders als die Maulwürfe verteilen die Energiekonzerne die Ergebnisse ihres unterirdischen Treibens gleichmäßig auf alle Gärtner, sprich Unternehmer, also auch Bäcker: Die schon wie „von Natur gegebene“ alljährliche Energiekostenerhöhung trifft auch den Nachbarn, was die Sache aber bekanntlich nicht besser macht. Geteilte Freude ist doppelte Freude, lautet ein geflügeltes Sprichwort – für gemeinsam geteiltes Leid versagt das Zitatenbüchlein der Volksweisheiten seine Dienste: Gegen die gilt es wohl besser aufzubegehren. Der Wechsel des Anbieters ist ein kleiner Einzelschritt, aber vielleicht können die Hundertschaften von Lobbyisten unterschiedlichster Verbänden der Bundesregierung die Brisanz des Themas etwas näherbringen, um einerseits die unsinnige Energiepolitik, inklusive gutgemeinter, aber fataler Ideen wie Heizen mit Weizen, ad acta zu legen. Anderseits, dem Treiben der Energiekonzerne ein Ende zu bereiten. Energie verdient als Lebenselixier der Wirtschaft ein wenig mehr intellektuelle Nachhaltigkeit als gegenwärtig zu erkennen ist
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