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Einheits-Auftritt geplant

Rewe: Kostensenkung durch Straffung der Belieferung


Köln (kke). Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler will künftig im Supermarktgeschäft bundesweit nur noch unter einer einheitlichen Marke auftreten. Bis jetzt sei allerdings noch nicht klar, ob dies unter dem Namen Minimal oder Rewe geschehen soll. Rewe ist eine genossenschaftliche Handelsgruppe mit selbstständigen Einzelhändlern. Das Unternehmen hält derzeit im deutschen Einzelhandel einen Marktanteil von 18,5 Prozent. Hier gehören 9.841 Märkte mit 131.032 Beschäftigten mit einem Einzelhandelsumsatz von über 24,17 Mrd. Euro (netto) zur Gruppe. In Europa erwirtschaften 196.224 Vollzeitbeschäftigte in 11.665 Märkten einen Gesamtaußenumsatz von mehr als 40,80 Milliarden.

Heute besteht die Rewe aus einer Vielzahl von Vertriebslinien, die die verschiedenen Geschäftsfelder des Konzerns abdecken. Die in Deutschland bekanntesten Marken sind Rewe-Supermarkt und Rewe-Nahkauf sowie Minimal, in die seit Ende 2005 auch HL-Markt, Otto Mess und Stüssgen integriert wurden. Dazu gehören der Bio-Supermarkt Vierlinden, Penny, toom, Kaufplatz, Petz, Pro Markt, die Großhandelshäuser Selgro und Fegro sowie LTU und weitere Reiseunternehmen. Weitere Marken kommen im Ausland hinzu. In 13 europäischen Ländern werden rund 23 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet.

Die Straffung der Markenvielfalt sei ein Baustein der Strategie, mit der das Unternehmen auf mehr Ertrag getrimmt werden soll. Die derzeitige Umsatzrendite von rund 1,5 Prozent vor Steuern sei unbefriedigend. Rewe strebe Einsparungen in „erheblich dreistelliger Millionenhöhe“ an.

Vor allem sollen die bisher getrennten Vertriebe für die eigenen Filialen und die selbstständigen Händler zusammengelegt werden. 2004 hatte die genossenschaftlich organisierte Gruppe den Umsatz um 4,1 Prozent auf 40,8 Mrd. Euro gesteigert. Für 2005 erwartet Rewe einen ähnlichen Umsatz wie im Rekordjahr 2004.


Artikel vom 27.01.2006
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