Meinung
Eine Ära geht zu Ende Kommentar
Viele Ergebnisse seiner engagierten Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer aber fallen nicht so schnell ins Auge: Die „eigentliche Arbeit“ fand oft in Tagungsräumen fernab der Öffentlichkeit statt. Prozesse der Meinungsbildung bei konträren Auffassungen zu einer tragfähigen Entscheidung im Interesse der Mitgliedsbetriebe zu führen – das ist das vornehmliche Tagesgeschäft eines Hauptgeschäftsführers. Ob Nachtbackverbot, Reduzierung des Salzgehalts, Verpackungsverordnung, Ampel-Kennzeichnung, Verkauf nach Gewicht bei „losen Backwaren“ – wichtige politische Entscheidungen, die in Berlin und Brüssel getroffen werden. Aber bitte nicht ohne Berücksichtigung berechtigter Interessen des deutschen Bäckerhandwerks:
Mit wachem Verstand, scharfer Analyse, strategischer Weitsicht und klaren Worten verstand es Dr. Groebel, den Interessen des deutschen Bäckerhandwerks Gehör zu verschaffen.
Mit diplomatischem Geschick und – wenn nötig – knallhartem Konfrontationskurs erzielte der Zentralverband unter seiner Führung handfeste Ergebnisse zum Wohle der Mitgliedsbetriebe.
Der Lotse geht von Bord, der stets Kompass und nicht Wetterfähnchen auf der Kommandobrücke war (siehe Interview ab Seite 8).
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