Ein erster Schritt
Brot auf dem Weg zum immateriellen Kulturerbe
Berlin (abz). Deutschland tritt schon bald der UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes bei. Am 15. Dezember 2011 nahm der Bundestag die Empfehlung des Kulturausschusses an, die Ratifizierung der UNESCO-Konvention voranzutreiben. Damit ist auch der erste Schritt zur Aufnahme der Deutschen Brotkultur in die Liste der zu bewahrenden Kulturgüter getan. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hatte das Ratifizierungsverfahren in Deutschland nach mehrjährigem Stillstand Anfang 2010 erneut angestoßen.
„Wir sind erfreut, dass endlich Bewegung in die Sache kommt“, kommentiert Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. „Nun hoffen wir, dass MdB Volker Kauder mit seiner Zuversicht Recht behält und die Ratifizierung durch Deutschland noch im Jahr 2012 erfolgt.“
Wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango zählt die deutsche Brotvielfalt zur „Vielfalt der lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Können getragen werden“ und erfüllt damit die wichtigste Voraussetzung, um von der UNESCO geschützt zu werden.
Im Deutschen Brotregister sind aktuell über 730 eigenständige Sorten registriert – gemeldet von mehr als 400 Betrieben.
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