Trends & Märkte
Eigenmarken boomen
Mehr Produkte als vermeintlich hochwertig verkauft
Frankfurt/Wien (rgb). Der Anteil handelseigener Marken am internationalen Konsumgütermarkt ist weiterhin steigend. Während Herstellermarken ihr globales Umsatzvolumen seit 2003 gerade einmal um zwei Prozent steigern konnte, verbuchten Handelseigenmarken laut aktuellen Zahlen des Marketing-Institutes ACNielsen (http://www.acnielsen.de) im selben Zeitraum eine Umsatz-Zuwachsrate von fünf Prozent. Vor allem in Europa sind sie damit zu einer echten Konkurrenz für traditionelle Hersteller geworden. Gerade im Lebensmittelsegment mischen sie die angebotene Produktpalette offenbar kräftig auf.
Westeuropa stellt bezüglich des Handelsmarkenanteils mit der Schweiz, Deutschland und Großbritannien weiterhin die drei internationalen Spitzenreiter. Es ist folglich auch das Gebiet, in dem die Handelseigenmarken mit 23 Prozent Marktanteil den größten Stellenwert besitzen. „Das massive und immer noch im Steigen begriffene Auftreten von Discountern hat sicherlich maßgeblich zum gesteigerten Handelsmarkenanteil beigetragen“, fasst Martin Prantl, Geschäftsführer von ACNielsen Austria die Ergebnisse der Studie zusammen. In den letzten Jahren sei sogar der Trend zu bemerken, dass Handelsketten ihre Eigenmarken verstärkt zur Imagebildung einsetzen. Gerade im Lebensmittelbereich würden jene nicht mehr ausschließlich als kostengünstige Alternativprodukte zu herkömmlichen Herstellermarken angeboten, sondern zunehmend auch als hochwertige und identitätsstiftende Qualitätsschiene gelauncht, so Prantl über das durchaus innovative Marketingkonzept. So würden sich Handelsmarken mittlerweile auch in Bereichen wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen oder Telekommunikation finden.
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