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EU-weit sind Verbraucherpreise im Fokus

EU-Kommission fordert Preistransparenz und Marktkontrollen für Lebensmittel


Brüssel (kke). Die EU-Kommission setzt ihre Bemühungen zur Einheit Europas fort, diesmal geht es um eine Angleichung der Preise für Lebensmittel. Wie aus einer Pressemeldung der Kommission hervorgeht, bereite ihr die Entwicklung der Lebensmittelpreise Sorge, denn in einzelnen Mitgliedstaaten wurden gravierende Preisdifferenzen festgestellt.

Die EU-Kommission hat deshalb eine erste Version „des europäischen Instruments für die Überwachung der Lebensmittelpreise“ veröffentlicht. Mit der neuen Initiative will Brüssel nun offensichtlich gegen die Macht der Groß- und Einzelhändler angehen und für angemessene Preisentwicklungen bei Agrarprodukten sorgen.

Als Grundlage dienen von einer „EU-Taskforce“ vorgelegte Unterlagen über Marktkonzentration, unlautere Verträge und Wettbewerbsverzerrungen. Insbesondere die gewaltigen Preisunterschiede innerhalb der EU-Länder entsprächen nicht den Grundsätzen für den EU-Binnenmarkt, klagt die Kommission. Mancherorts mussten EU-Bürger 70 Prozent mehr für Mineralwasser ausgeben als ihre Nachbarn. Auch die Preise für Weißbrot lagen 2008 um 58 Prozent auseinander.

Die EU-Kommission hat deshalb ein Programm entwickelt, um die Lebensmittelpreise vom Bauern bis zum Konsumenten zu überwachen. Bei ausgewählten Produkten soll die Kette vom Rohstoff bis zum Verbraucherpreis genau beobachtet werden.


Artikel vom 11.11.2009
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