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Dr. Hermann Eiselen unerwartet verstorben
Er war Förderer der Wissenschaft und Initiator des Museums der Brotkultur Ulm

Dr. Hermann Eiselen (links) beim 50-jährigen Jubiläum des Museums für Brotkultur gemeinsam mit Bildungsministerin Dr. Annette Schavan und ZV-Präsident Peter Becker. Foto: Wolf Foto: Wolf
Der Mitbegründer des Vereins Deutsches Brotmuseum e.V. (1955) und der gemeinnützigen Vater und Sohn Eiselen Stiftung gGmbH (1978) widmete seine Schaffenskraft insbesondere seit dem Verkauf des Unternehmens 1980 dem Ausbau des Museums und der Forschungsförderung durch die Stiftung. Bis zum Juni 2001 leitete er die Stiftung, deren Arbeit er seither als Stiftungsratsvorsitzender mitgestaltet hat.
In zahlreichen Aufsätzen, Vorträgen und Stellungnahmen widmete er sich Problemen der Unternehmensführung und griff gerade in den letzten 20 Jahren zunehmend Fragen der Welternährung, der Ernährungssicherung und der Armutsüberwindung auf. Dabei betonte er die herausragende Rolle der Agrarforschung für die Reduzierung von Hunger und Armut in Entwicklungsländern. Die Eiselen-Stiftung war über viele Jahre die einzige Stiftung in Deutschland, die sich dem Ziel der Verbesserung der Welternährung und der Reduzierung des Hungers in der Welt verschrieben hat.
Für sein Wirken ist Dr. Hermann Eiselen vielfach geehrt worden. Seit 1984 ist er Ehrensenator der Universitäten Ulm und Hohenheim. Er erhielt die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er erhielt er einen Ehrendoktor der Universität Hohenheim, die Albrecht-Daniel-Thaer-Medaille in Silber und die Bürgermedaille der Stadt Ulm.
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