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Dieses Jahr will Bahlsen wieder wachsen
Umsatzplus von rund drei Prozent anvisiert / Neue Keksanlage in Berlin in Betrieb
Berlin (kke). Die neue Produktionsanlage im Bahlsen Werk in Berlin Tempelhof ist kürzlich in Betrieb gegangen. Nachdem bereits im März vergangenen Jahres mit der Kapazitätserweiterung begonnen wurde, sind inzwischen alle Bauarbeiten abgeschlossen. Damit konnte die größte Keksanlage, mit der bei Bahlsen jemals produziert wurde, ihren Betrieb aufnehmen.
Durch die neue Anlage baut das Familienunternehmen mit Stammsitz in Hannover die jährliche Keksherstellung in der Bundeshauptstadt deutlich aus. Bahlsens neueste Anlage in Tempelhof kann in der Stunde 180.000 Kekse der Marke Leibniz Choco produzieren. Das Gesamtprojekt, einschließlich der Produktionsanlagen, umfasst eine Investition von 16 Millionen Euro. Das ist mehr als die Hälfte dessen, was Bahlsen im vergangenen Jahr insgesamt für technische Anlagen ausgegeben hat.
Das Werk ist die einzige Produktionsstätte für die Marken „Leibniz Choco“ und den Keksriegel „Pick Up“. Auch für die nahe Zukunft sind weitere Investitionen geplant. Schon im Juni soll das neue Produkt „Erdnussspaß“ auf den Markt kommen.
Das Werk Berlin besteht seit 1967. Jährlich produzieren hier rund 370 Mitarbeiter etwa 30.000 Tonnen Kekse. Durch die neue Anlage könnten bis zu 30 weitere Jobs entstehen. Insgesamt beschäftigt der deutsche Süßgebäck-Marktführer europaweit etwa 8200 Mitarbeiter in sieben Werken, die 140.000 Tonnen Kekse und Kuchen produzieren.
Das Traditionsunternehmen hat mehrere Jahre mit zum Teil spürbaren Umsatzrückgängen und schrumpfenden Marktanteilen hinter sich. Im vergangenen Jahr war der Umsatz bei 525 Mio. Euro stagniert, bereinigt um die französische Tochter waren es rund 470 Mio. Euro. In diesem Jahr allerdings will Bahlsen wieder wachsen. So sei ein Umsatzplus von rund drei Prozent anvisiert.
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