Der ABZ – Tipp der Woche

Die Vorbildfunktion ist Chefsache


Es gibt noch genügend Familienunternehmen, bei denen die Rollen der Inhaber klassisch aufgeteilt sind. Auch in so manchen Bäckereien ist das so!

Der Herr des Hauses ist oft der zuständige Chef der Backstube. Dazu stellt er seinen Wecker ein wenig früher und kümmert sich am frühen Morgen mit seinen Gesellen darum, dass die ganze Palette der Backwaren korrekt und rechtzeitig hergestellt wird. Seine Frau dagegen kümmert sich unterdessen um den Verkauf. Sie sorgt für entsprechende Präsentation der Waren und überwacht die Sauberkeit im Cafebereich. Mit ihrem Team organisiert sie einen möglichst reibungslosen Ablauf im Verkauf.

Als Kunde hat man natürlich direkteren Einblick in diesen Verkauf als in die Backstube. Befassen wir uns also hier ein wenig näher mit der entsprechenden Handschrift, die diese Chefin in ihrem Geschäft und mit ihrer Verkaufsauffassung hinterlässt. Ob weit und breit Chaos angesagt ist oder ob angenehme Sauberkeit und Ordnung zu sehen sind, das verrät schon eine ganze Menge über die jeweilige Chefin. Genauso ist es mit der Frage, ob man auf einen steril nüchternen Verkaufsraum oder eher auf einen mit gutem Geschmack dekorierten Wohlfühlbereich trifft. Und dann spricht natürlich auch das komplette Verhalten der Verkaufsmannschaft Bände: Wird man als Kunde schlaff bedient oder eher mit Tempo und Freundlichkeit. Sind die Angestellten kompetent genug, spezielle Kundenfragen zu beantworten, oder stehen hier nur Leute, die gerade mal Ware verpacken und abkassieren können? Auch das lässt eine ganze Menge ableiten über die dahinter stehende Chefin des Hauses!

Mir imponieren vor allem diejenigen Inhaberinnen, die ihrer Mannschaft auch wirklich vorleben und vormachen können, wie es richtig geht. Eine Chefin, die beim Bedienen der Kundschaft selbst zeigen kann, wie es richtig funktioniert, ist natürlich glaubhafter als diejenige, die sich für das Verkaufen zu schade ist. Und auch über eine Verkaufsmannschaft mit schlampiger Berufskleidung braucht man sich nicht zu wundern, wenn ausgerechnet die Chefin selbst in Privatkleidern hinter der Theke steht.

Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen sollte noch betont werden, dass solche Vorbildfunktionen der Chefs keine bloße Frauensache sind. Für alle Herren der Schöpfung, die vielleicht im Zeitalter der Emanzipation selbst für den Verkauf zuständig sind, gilt natürlich genau dasselbe wie für die weiblichen Chefs: Seien Sie Vorbild!

Weitere Informationen:

Internet: www.us-beratung.de

E-Mail: ulrich.stoekle@t-online.de


Artikel vom 28.06.2007
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