Tagungen & Messen
Die Bakery China ist weiter im Aufwind
An neuem Ausstellungsort ist die Besucherzahl auf 60.000 gestiegen / Qualität und Internationalität der Gäste hat sich ebenfalls verbessert

Messerundgang (von links) mit ZV-Präsident Peter Becker, Nikolaus Wollmann, (IMAG-Prokurist) und Franz Reisbeck (GHM). Fotos: GHM
Wie schon bei der Vorjahresveranstaltung konnte auch die Bakery China 2006 nach Angaben der Veranstalter ein weiter verbessertes Messeergebnis vorlegen. Vom 17. bis 19. Mai präsentierten 662 (2005: 636) Aussteller Produkte für Bäcker und Konditoren. Das Spektrum der Exponate reichte von Bäckerei-, Konditorei- und Verpackungsmaschinen bis hin zu Backrohstoffen, Backzutaten und Dekomaterialien. Die Herstellung von Mooncake, einer Spezialität für chinesische Konsumenten, die immerhin 50 Prozent aller Inlandsumsätze ausmacht, spielte ebenfalls eine große Rolle.
Neue Ausstellungshallen
Nach Ansicht aller Messebeteiligten ist die Verlegung der Bakery China vom Everbright Convention and Exhibition Center in der Innenstadt Shanghais in das neue und größere Shanghai New International Expo Center (SNIEC) in Pudong gut angekommen. Aussteller wie Besucher lobten die professionelle Messeorganisation und das hohe Niveau dieser Fachmesse für Bäcker und Konditoren, die sich erstmals über vier Messehallen mit insgesamt 48.000 m² brutto (das sind 11.000 m² mehr als im Vorjahr) erstreckte. Zum ersten Mal wurde auch eine professionelle Besucherregistrierung durchgeführt.
Zum Rahmenprogramm der Bakery China 2006 gehörten wiederum die Deutsche Backstube mit renommierten Maschinen- und Backmittelherstellern, die besondere Zugkraft für chinesische Besucher hatten. Großes Interesse bei den rund 60.000 Messegästen (im Vorjahr waren es 55.000) fand auch das Finale des nationalen chinesischen Konditorenwettbewerbs am ersten Messetag. Den Gewinnern unter den insgesamt 130 Teilnehmern wurden von Frau Pan Beilei, stellvertretende Ministerin für die „Light Industry“, Preise verliehen.
Brotzuwachs um 20 Prozent
Begleitend zur Messe hatten die Aussteller Gelegenheit, zwei chinesische Bäckereibetriebe zu besichtigen. Nicht überraschend, aber dennoch sehr aussagekräftig war dabei u. a. die Feststellung des Geschäftsführers der Marco Polo Bread Co. Ltd., Kenny Cheng, dass bei einem bisherigen Umsatzwachstum in seinem Betrieb von bis zu 20 Prozent jährlich – und nach den Erfahrungen von Bäckereibetrieben in Taiwan und Japan – damit zu rechnen ist, dass sich Brot auch in China zum Hauptnahrungsmittel entwickelt.
Für die Bakery China 2007, die vom 17. bis 19. Mai in Shanghai stattfindet, ist erneut eine deutsche Gemeinschaftsbeteiligung, die vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom VDMA/Frankfurt M. getragen wird, vorgesehen. Namhafte Aussteller haben dazu bereits ihre Teilnahme zugesagt. Eine erneute Zusage wird auch von AFESPAN erwartet, dem spanischen Bäckereimaschinen-Verband, der bereits zweimal zusammen mit dem Institut für Außenhandel für eine große spanische Beteiligung gesorgt hat.
Die wirtschaftliche Zukunft der Bakery China wird zukünftig auch im Zeichen von Großveranstaltungen stehen und damit einen Messebesuch aus dem Ausland noch weiter attraktiv machen: So ist für das Jahr 2008 die Olympiade in Peking und für 2010 die EXPO in Shanghai angesagt.
Neue Beteiligungen an der Bakery China 2007 können bereits auf der iba 2006 – vom 3. bis 9. Oktober – in München vorbesprochen werden. Der chinesische Bäckereiverband CABCI, der mit einer 50-köpfigen Delegation zum Messebesuch der iba in München anreisen wird, steht auf seinem Bakery China-Infostand für Fragen zur Verfügung.
Weitere Informationen:
www.ghm.de
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