Tagungen & Messen

Deutsche Mannschaft siegt beim Bread Cup

Auf der Sigep in Rimini das Nonplusultra gleich im zweiten Jahr / Mehr Besucher auf der Messe / Eigene Halle für das Bäckerhandwerk


Rimini (rk). Beim zum zweiten Mal stattfindenden „Sigep Bread Cup“ im italienischen Rimini konnte die deutschen Mannschaft mit Eva-Maria Kientz, Gerhard Gröber und Siegfried Brenneis den Sieg für sich proklamieren. In dem hochkarätigen Wettbewerb waren neben Gastgeber Italien zehn Nationen angetreten.

In Rimini zeigte sich die stetig wachsende Bedeutung der Sigep. Mit 95.567 Besuchern konnte die Rekordzahl von 93.363 bei der letzten Messeausgabe abermals übertroffen werden. Um 8 Prozent auf 15.563 stieg die Zahl der ausländischen Besucher, die aus 150 verschiedenen Ländern nach Italien kamen. 700 Aussteller belegten eine Fläche von 90.000 qm.

Vom 26. bis 30. Januar fand die Fachmesse für Speiseeis- , Konditoren- und Bäckerhandwerk statt und zeigte neben Technik, Ausstattung und Accessoires auch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit interessanten Fachdemonstrationen und nationalen und internationalen Wettbewerben. Dazu gehörte die italienische Vorausscheidung zur Konditorenweltmeisterschaft Coupe du Monde in Lyon oder der Gelato World Cup für die Meister der Speiseeisherstellung (Sieger zum wiederholten Male Italien).

Toller Erfolg für Deutschland

Eine eigene Halle war dem Bäckerhandwerk gewidmet. Rohstoffe, Produkte und Technik rund um die Brot- und Kleingebäckherstellung wurden auf der „Sigep Pane“ im großzügigen Umfeld gezeigt. Und auch hier gab es einen hochkarätigen Wettbewerb.

Erst zum zweiten Mal fand der „Sigep Bread Cup“ statt. Und dabei glückte dem deutschen Team der ultimative Erfolg. Eva-Maria Kientz von der Bäckerei Köhler in Lautern, Gerhard Gröber von der Bäckerei Walter in Aalen und Siegfried Brenneis von der Bäckerei Münkel in Mudau siegten vor Israel und Mexiko.

10 Nationen waren im Wettstreit gegeneinander angetreten: Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Mexiko, Portugal, Spanien und Ungarn. Italien als Vorjahressieger und elfte Nation lief außer Konkurrenz.

Herzustellen waren unter dem Motto „Geschmäcker der Welt“:

Landestypisches, traditionelles Gebäck;

Innovatives Spezialbrot;

Landestypisches Feingebäck oder Kuchen mit oder ohne Hefe;

Bedeutendes Monument des eigenen Landes als Broterzeugnis.

Bewertet wurde auch die Optik der Schauvitrine, in der die Arbeiten der jeweiligen Mannschaften ausgestellt wurden.

Fünf Kategorien waren also zu bedienen und Deutschland siegte gleich drei Mal. Und zwar beim Traditionsgebäck, beim Feingebäck/Kuchen und beim Schaustück. Dabei zeigte sich auch die Ausgewogenheit des Teams. Gerhard Gröber hatte eine Laugenbrezel (Traditionsgebäck), Eva-Maria Kientz einen schwäbischen Apfelkuchen in der Espressotasse (Feingebäck/Kuchen) und Siegfried Brenneis das Heidelberger Schloss aus Roggenmischteig (Monument als Broterzeugnis) verantwortet.

Sponsoring ist jetzt besser

„Natürlich haben wir uns bei allem gut unterstützt, aber es gab eben auch die individuelle Verantwortung für das jeweilige Produkt“, unterstrich Siegfried Brenneis die hohe Leistungsfähigkeit aller drei deutschen Teilnehmer und zugleich gute Zusammenarbeit im Team.

Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Mannschaft auf die Unterstützung von Verbänden des Bäckerhandwerks verzichten müssen, was für ziemlichen Unmut gesorgt hatte. In diesem Jahr lief es besser, wohl auch, weil die ABZ entsprechend kritisch berichtet hatte. Eine kritische Berichterstattung scheint sich manchmal doch auszuzahlen.

Auch einige Sponsoren konnten aufgetan werden. Bleibt zu hoffen, dass sich der Trend fortsetzt – zumal bei solch großartigen Erfolgen. Vielleicht wird dann auch der Wunsch Wirklichkeit, dass der Zentralverband in nicht allzu ferner Zukunft zu solchen Wettbewerben eine Nationalmannschaft entsendet.

Hohes Preisgeld ausgelobt

Übrigens gab es für den Sieger Deutschland ein Preisgeld von immerhin 6000 Euro. Der Zweitplatzierte Israel erhielt 4000, der Drittplatzierte Mexiko 2000 Euro. Doch nicht Preisgelder sollten in erster Linie ein Ansporn sein, an Wettbewerben teilzunehmen. „Man knüpft Kontakte und lernt im Austausch mit internationalen Kollegen unheimlich viel dazu, so Brenneis abschließend.


Artikel vom 07.02.2008
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