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Der Entwicklung anpassen

Spitzensteuersatz belastet mehr mittlere Einkommen


Berlin (hk). Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland muss nach Ansicht von Handwerkspräsident Otto Kentzler stabilisiert werden. Deshalb sei es erforderlich, klare Reformziele bis zum Ende der Legislaturperiode festzulegen.

In einer Pressekonferenz in Berlin erklärte Kentzler, ein zweiter Koalitionsvertrag sei jetzt erforderlich. Darin müsse über eine weitere Reform der Lohn- und Einkommenssteuer nachgedacht werden. Vor allem die Mehreinnahmen aus der „kalten Progression“ sollten den Steuerzahlern zurückgegeben werden. Derzeit würden – nach der Senkung der Steuersätze – immer mehr mittlere Einkommen bereits mit dem Spitzensteuersatz belastet. Das sei eine „kalte Enteignung“ durch den Fiskus. Statt dessen müssten die Einkommensgrenzen regelmäßig überprüft und der Einkommensentwicklung angepasst werden.

Die Erbschaftssteuer ist nach den Worten des ZDH-Präsidenten ein vorrangiges Thema für das Handwerk, denn in den kommenden Jahren stünden einige hunderttausend Betriebe zur Übergabe an: in den Mehrzahl Familienbetriebe. Diese Unternehmen müssten bei der Übergabe steuerlich entlastet werden. Und das seien exakt die Zusagen der Großen Koalition.


Artikel vom 26.07.2007
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