Aktuell

Der Dreiklang von Innung, LIV und ZV

Der Bericht des Hauptgeschäftsführers auf der Jahrestagung des Zentralverbandes


Mainz (kh). Innungsarbeit ist bisweilen nicht einfach, aber eine Innung lebt bekanntlich durch das Engagement und die Kreativität ihrer Mitglieder und nicht zuletzt auch durch das Engagement der Ehrenamtsträger. Im Vorfeld der Jahrestagung des ZV wurden drei Beispiele für gelungene und vor allem auch Wirkung zeigende Innungsarbeit vorgestellt. Deshalb verzichtete Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Groebel in seinem Bericht auf der Jahrestagung in Mainz darauf, die Arbeit der Innungen weiter zu beleuchten. „Wichtig ist der Dreiklang zwischen Innung, Landesverband und Zentralverband. Wir haben in Deutschland 342 Innungen, drei konnten sich exemplarisch präsentieren und gute Beispiele für eine gelungene Arbeit zeigen“, so Groebel.

Der Hauptgeschäftsführer zog eine positive Bilanz nach gut einem Jahr Arbeit in Berlin. „Ein großes Lob gilt hier unserem neuen Team, in dem ich schon zu den Dinosauriern gehöre“, verriet er schmunzelnd. „Der älteste Mitarbeiter abgesehen von mir ist gerade einmal 36 Jahre alt.“ Groebel bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung und Hilfestellung, die seinem neuen Team zuteil wurde bei den Landesverbänden. „Sie haben uns geholfen, die Vielzahl von Fallstricken und Fettnäpfchen der verbandlichen Arbeit zu umgehen.“ Inzwischen ist die Mannschaft in Berlin aber voll im Geschäft, wie die zahlreichen Aktivitäten zeigen.

Ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres für den ZV lag darin, sich mit neuen Verordnungen, Auslegungen und Gesetzen auseinanderzusetzen. Dazu eine Zahl von Dr. Groebel: „Allein der Bund für Lebensmittelrecht und -sicherheit hat im vergangenen Jahr 279 Rundschreiben mit lebensmittelrechtlicher Thematik versandt.“

Die Problemfelder Nährwertkennzeichnung, Health Claim und Verbraucherinformationsgesetz stehen in Berlin täglich auf der Agenda. Aber auch Problemfelder wie Gentechnik, Marken- und Gebietsschutzvorderungen, der ökologische Landbau und die Futtermittelverordnung bieten regelmäßig Anlass zu Stellungnahmen und Erläuterungen.

Scharf attackierte Dr. Groebel den immer noch wachsenden Bürokratismus in unserem Land. „Der Verordnungswust führt zu einer Verrechtlichung aller Bereiche. Manchmal kommt es einem vor, als ob man neben jede Backstubentüre einen Juristen setzen müssste, der den Rohstoffeingang und den Warenausgang kontrollieren müsste“, so der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes.


Artikel vom 07.09.2006
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