Wirtschafts- & Firmeninfos
Den Umsatz um 50 Prozent steigern
Resch & Frisch stellt im Zeichen Wachstum Konzern neu auf / 100 Mio. Euro im Visier
Wels (p). Nachdem Josef Resch (53) im Vorjahr beim Backriesen „Resch & Frisch“ das Ruder alleine übernommen hat, wird das Familienunternehmen mit einer Holdingstruktur völlig neu aufgestellt. Ziel ist es, den Umsatz bis 2010 um beinahe 50 Prozent auf 100 Millionen Euro zu steigern (2006: 71 Millionen), wie in den Oberösterreichischen Nachrichten berichtet wird.
Dazu werden je rund 3,5 Millionen Euro in den handwerklichen Backbetrieb in der Welser Schlossstraße und in den industriellen in der Uhlandstraße investiert, heißt es weiter. Ersterer erzeugt vorwiegend Frischware für die 20 Filialen im oberösterreichischen Zentralraum, der zweite ausschließlich Tiefkühlgebäck, für Gastronomie und für „Back's Zuhause“. Schon bald soll der Umbau des Konzerns in eine Holding mit sechs operativen Gesellschaften abgeschlossen werden.
Die Gastronomie liefert zwei Drittel des Umsatzes. Dieses Geschäftsfeld soll in Deutschland auf alle Bundesländer ausgedehnt werden. 200.000 Gastro- und Hotelbetriebe bedeuten einen unerschöpflichen Markt. Jedes Jahr sollen 500 bis 800 neu gewonnen werden. Dazu sei es nötig, das hauseigene Qualitätssicherungssystem „Genuss – mit Sicherheit“ zu exportieren. Die 14 deutschen Lizenzbäcker müssen ab sofort mit Mehl aus Österreich, das von fünf ausgewählten Mühlen aus dem Getreide von 550 gentechnikfrei produzierenden Vertragsbauern gemahlen wird, backen. Das sei für eine konstante Qualität entscheidend, so der Leiter der Qualitätssicherung, Siegfried Zehetner. Damit könne auch die Gefahr der Verunreinigung mit genetisch manipulierter Ware gebannt werden.
Der Welser Großbäcker hat auch neue Zielländer im Visier. Seit diesem Jahr wird von Innsbruck aus Südtirol beliefert. „Mit 5000 Hotels ist das ein sehr interessanter Markt“, sagt Josef Resch. Die Schweiz werde gerade analysiert.
Schließlich könne neben der Gastro-Ware das Heimservice „Back's Zuhause“ exportiert werden. Derzeit werden 112.000 Privatkunden beliefert, mit zweistelligen Zuwachsraten.
Neu geordnet werden auch die 20 Backwarenfilialen in Oberösterreich, die auch über 1000 Caféhaus-Plätze verfügen.
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