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Das Ende des deutschen Bio-Siegels
Einheitliche Regeln für Europas Öko-Produkte / Künftig EU-Öko-Logo

Bis Ende letzten Jahres schmückten sich rund 35.000 Produkte mit dem Bio-Siegel, das durch ein einheitlich europaweit geltendes Zeichen ersetzt werden soll.
Verbände wie zum Beispiel Bioland oder Demeter dürfen ihr Qualitätszeichen weiter verwenden und damit dokumentieren, dass sie strengere Maßstäbe an die zertifizierten Lebensmittel anlegen, als es die EU-Standards vorschreiben. Dennoch gibt es weiter Kritik an der EU-Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln, wie sie in der jetzigen Verordnung, über die im März endgültig entschieden wird, vorgesehen ist: So kritisiert der Bundesverband Naturkostwaren BNN, dass der bisherige Schutz des Begriffs „Bio“, der allein für ökologisch erzeugte Lebensmittel reserviert war, aufgeweicht wird. Es sei unklar, ob das alte Schutzniveau dieses Wortteils aufrecht erhalten bleibe.
Unklarheit bestehe weiterhin auch bei der Qualität von Öko-Lebensmitteln aus Drittländern: Der BNN sowie der Deutsche Bauernverband sprechen von „unpräzisen“ Formulierungen sowie von „erheblichen Risiken in der Qualität und Sicherheit“ von Importware.
Der Bauernverband wirft der EU zudem vor, in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der WTO eine weit reichende Marktöffnung zu betreiben. Nachdem das Europaparlament erst Ende Februar zu der Verordnung Stellung nimmt, sind außerdem Änderungen nicht ausgeschlossen, vor allem bei der besonders umstrittenen Frage der Grenzwerte für die unabsichtliche Verunreinigung von Bio-Produkten mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO).
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