Trends & Märkte

Convenience im Aufwind

Verschiedene Einflüsse und Entwicklungsmöglichkeiten


Bonn (p). Einer der bedeutendsten Lebensmitteltrends seit Beginn des letzten Jahrhunderts ist Convenience Food. Eine aktuelle Studie von CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH und ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH zeigt: Kein anderer Ernährungstrend konnte sich in unserer Gesellschaft derart nachhaltig und reichweitenstark durchsetzen.

Haltbare Tiefkühl-, Nass- und Trockenfertigprodukte

Der Begriff Convenience basiert nicht auf einer Verbraucherdefinition, sondern wurde von der Lebensmittelindustrie geprägt. Unter convenienten (engl.: angenehm, brauchbar, komfortabel) Produkten versteht man haltbare Tiefkühl-, Nass- und Trockenfertigprodukte, die durch ihre teilbearbeitete, küchenfertige, aufbereitete oder verzehrfertige Form den Konsumenten eine teilweise erhebliche Arbeitserleichterung bei der Zubereitung bieten. Unter den Begriff fallen Tiefkühlpizzen ebenso wie Fertiggerichte, Dosengemüse, vorgefertigte Teige oder Eintöpfe und Suppen. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt – nahezu alle Produktkategorien lassen sich in irgendeiner Form convenient anbieten.

Vielfältige Ursachen für

Akzeptanz von Convenience

Der Trend „Convenience Food“ erfährt eine fortwährende Neudeutung, da er immer wieder mit anderen, unterschiedlichen Ernährungstrends kombiniert wird. Diese Ernährungstrends betreffen sowohl den Inhalt (internationale Gerichte, Bio) als auch die Zubereitung und Darreichung (Trockenfertiggerichte, Chilled Food). Die Gründe für das Aufkommen und die hohe Akzeptanz des Convenience-Trends sind vielfältig. So begünstigen flexible Arbeitszeiten das Angebot schnell zuzubereitender Produkte. Auch die Mobilität im Berufsleben und lange Pendlerzeiten schaffen Raum für Convenience Produkte.

Weniger Zeit für Zubereitung von Mahlzeiten

Ebenso wirkt sich die strukturelle Veränderung unserer Gesellschaft auf die Entwicklung dieses Trends aus: Essen als familiäres Ritual hat an Stellenwert gegenüber früher eingebüßt. Es wird weniger Zeit auf die Zubereitung der Mahlzeiten verwendet, und in den steigenden Ein-Personen-Haushalten und in Haushalten ohne Kinder wird weniger gekocht als in Mehrpersonenhaushalten. Zwar erweisen sich der zunehmende Gesundheitsdiskurs und eine Tendenz zur Re-Traditionalisierung zu den angestammten Essritualen in der Familie als nachteilig für den Trend.

Die Potenziale einer weiterhin nachhaltigen Entwicklung im Convenience Sektor überwiegen jedoch deutlich: Nahezu alle gesellschaftlichen Lebensbereiche beeinflussen diesen Trend positiv.


Artikel vom 01.09.2006
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Fokus vom 01.09.2006:

GVO-Kennzeichnung eingehalten
Unter vollen Segeln den Kurs halten
Keine Transparenz mehr
ZDH erwartet Umsatzplus
Mehr Umsatz erwartet
Auf Augenkontakt setzen
Die Energie treibt mittelfristig den Preis
Neue Gebäckfabrik im Bau
Großes Plus für Discounter
Tchibo legt in der Schweiz rasant zu

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Fokus


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!