Aktuell
CMA stellt sich neu auf
Geschäftsführer Kraus will flexiblere Strukturen
Berlin (age). Mit einer Strukturreform und neuen Schwerpunkten will die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) den Absatz landwirtschaftlicher Produkte ankurbeln und Grundlagen für mehr Wertschöpfung zugunsten der Beitragszahler legen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Hilse und Geschäftsführer Markus Kraus stellten am vergangenen Donnerstag vor Journalisten in Berlin das Konzept für eine „neue CMA“ vor, in deren Mittelpunkt Markt- und Wirtschaftsorientierung stehen.
Sie kündigten ein neues Qualitätszeichen mit Herkunftsbezug an, das die CMA erarbeiten werde. „Wir werden die nationale Herkunft stärken und die Qualität deutscher Lebensmittel eindeutig herausstellen“, sagte Kraus, der die rechtlichen Voraussetzungen dafür im neuen EU-Rahmenplan für die Absatzförderung sieht.
Mehr Aufmerksamkeit für die Herkunft deutscher Lebensmittel soll auch eine Umbenennung der CMA bringen. Zwar wird mit der Namenssuche eine Agentur beauftragt, insgesamt will die CMA aber künftig mehr Marketing selbst machen und weniger als bisher mit Agenturen zusammenarbeiten. Durch Einsparungen ist es daher Kraus zufolge möglich, den geplanten Ausbau der Exportförderung aus eigener Kraft zu stemmen. Zum Umfeld erklärte der Geschäftsführer, entscheidend sei nicht die Anzahl der Gremien, sondern dass es in den Gremien Rückhalt für die Arbeit der CMA gebe. Dies sei momentan hundertprozentig der Fall. Hilse sagte, man müsse künftig über schlankere Entscheidungsgremien nachdenken. Zur Situation rund um die Klage gegen die Absatzfondsabgabe beim Bundesverfassungsgericht erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende, aufgrund von weniger Widersprüchen gegen die Abgabe sei das Budget der CMA in diesem Jahr erheblich größer als 2007. Ein Unternehmenssprecher bezifferte den Etat 2008 auf rund 60 Mio Euro, nach etwa 40 Mio Euro im vergangenen Jahr.
Einiges ändern soll sich bei der Werbung der CMA. „Wir wollen das Inlandsmarketing anders gestalten“, sagte Hilse. Habe man es früher nur auf die Absatzsteigerung angelegt, wolle man nun beispielhaftes Verbraucherverhalten herausstellen. Kraus ergänzte, Aufgabe der Werbung solle sachorientierte Aufklärung der Verbraucher sein, was Genuss, Sicherheit und das Image deutscher Lebensmittel angehe.
„Die Emotionsschiene wird künftig von den Markenartiklern zu leisten sein“, unterstrich der CMA-Geschäftsführer. Kraus betonte, der Slogan „Bestes vom Bauern“ sei stark, müsse aber zu einem neuen Namen auch passen. Der Geschäftsführer will die CMA künftig mit mehr Selbstbewusstsein ausstatten.
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