Branche_Politik
Brot und Not auf Plakaten
Sonderausstellung im Museum der Brotkultur
Ulm (p). Das Museum der Brotkultur verfügt über eine umfangreiche Sammlung politischer Plakate vor allem aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die nun erstmals im Rahmen einer Sonderausstellung im Haus gezeigt wird. Die Plakate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Großbritannien, Frankreich oder Russland belegen besonders eindrucksvoll die Zusammenhänge zwischen Brot und Politik in Kriegs- und Krisenzeiten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das großformatige, zunehmend farbige Plakat zu einem der ersten Massenmedien. Technische Neuerungen, aber auch gesellschaftliche Veränderungen machten diese Entwicklung möglich.
Brot – direkt oder indirekt als Wort oder Bild auf den ausgestellten Plakaten zu finden – war ein wichtiger Begriff in der politischen Auseinandersetzung. Als Synonym für das Leben, steht das Wort für individuelles und gesellschaftliches Wohlergehen oder warnt vor Mangel und Not. Denn auch dies bringen die Plakate zum Ausdruck: Hunger als Folge zweier Weltkriege und wirtschaftlicher Krisen war eine ständig gegenwärtige Bedrohung.
In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war die große Zeit des Plakates vorüber. Neu hingegen sind karitative Plakate mit Hilfsaufrufen zur Bekämpfung der Armut in anderen Weltgegenden von Nichtregierungsorganisationen.
Informationen:
Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10, 89073 Ulm
Tel. 0731-69955
www.museum-brotkultur.de
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