Fokus

Bio auch ohne Boom im Trend

20. Biofach: 46.000 Besucher und 2700 Aussteller / Nachhaltigkeit und fairer Handel wichtige Themen / Interesse der Bäcker etwas gedämpft


Nürnberg (wo). Die Wirtschaftskrise ist offenbar in der Biobranche noch nicht angekommen. Nur so ist die gute Resonanz anlässlich der 20. Biofach zu interpretieren. Rund 46.000 Fachbesucher strömten vom 19. bis 22. Februar auf das Messegelände in Nürnberg. Die Internationalität des Besuchs lag erneut bei 38 Prozent, die Facheinkäufer kamen aus 130 Ländern: nach Deutschland vor allem aus Österreich, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Dänemark. „Beeindruckt zeigten sich die Besucher vom reichen, genussvollen und kreativen Angebot der 2.744 Aussteller, zwei Drittel davon international“, wie die Messe Nürnberg in ihrem Abschlussbericht betont. „Auch im Jubiläumsjahr der Weltleitmesse konzentrierten sich die Diskussionen auf so wichtige Themen wie Nachhaltigkeit und Werte in der Bio-Branche. Über 1500 Teilnehmer nutzen Fachhandelstag, Fair & Ethical Trade Forum und die erste Nachhaltigkeitskonferenz zwei Tage vor der BioFach, um sich hierzu auszutauschen“, so Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse.

Themen, die auch im Bäckerhandwerk verstärkt Einzug halten. So waren zahlreiche Anbieter für und aus dem Bäckerhandwerk präsent. Die Meyermühle aus Landshut (siehe Interview auf Seite 2) und ihr Geschäftspartner Hofpfisterei gehören schon zum Inventar der Biofach. Beide Unternehmen sind mit der Resonanz auf der Messe zufrieden. Die Wachstumsraten der vergangenen Jahre könne man zwar nicht mehr halten, aber man gehe von einer weiteren kontinuierlichen Entwicklung in der Biobranche aus, so das Fazit nach der Messe.

Auch Heinz Künkele, Geschäftsführer der Schapfenmühle und einer der drei Gesellschafter von BioKorn (Heimatsmühle und Frießingermühle mit im Boot), zog ein positives Resümee bezüglich der Präsenz von Biokorn. Leider sei aber seiner Einschätzung nach das Interesse der Bäcker im Vergleich mit den Vorjahren etwas zurückgegangen.

Wolf Butterback war zum ersten Mal mit seinem neuen Biosortiment auf der Messe. Marketingleiterin Tanja Böttcher: „Unterm Strich sind wir mit unserem ersten Auftritt zufrieden.“ Trotz verhaltenem Interesse, sei deutlich geworden, dass man in Zukunft am Thema Bio nicht vorbeikomme.


Artikel vom 25.02.2009
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