Aktuell
Bindeglied zwischen Forschung und Praxis
Die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. in Detmold besteht seit 60 Jahren
Detmold (p). Am 15. Februar d. J. konnte die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken. Als die Gründer, voran Prof. Dr. Paul Friedrich Pelshenke, sie ins Leben riefen, um zwischen Wissenschaft und Praxis einen regen Gedankenaustausch zu ermöglichen, konnten sie kaum voraussehen, welche positive Resonanz ihre Idee finden würde.
Inzwischen sind trotz aller Konzentrationsentwicklungen immer noch über 500 Mitgliedsfirmen aus 23 Ländern in der Arbeitsgemeinschaft vertreten. Es sind im einzelnen Firmen aus den Bereichen Müllerei, Bäckerei, Backmittel, Stärke, Teigwaren und Nährmittel, Getreide, Maschinenherstellung, Verlage, Fachverbände und Beratungsfirmen, die sich in diesem technisch-wissenschaftlichen Verband zusammengeschlossen haben, um über neue Forschungsergebnisse auf dem Getreidesektor informiert zu werden, aber auch um ihre Erfahrungen aus der Praxis in die Forschung einzubringen.
Seit der Gründung hat die AGF über 400 Tagungen, Lehrgänge und Seminare in Detmold durchgeführt, die von ca. 72.000 Teilnehmern, davon über 15.000 aus dem Ausland, besucht wurden. In nahezu 5000 Fachreferaten wurden die verschiedensten Themen der Getreideverarbeitung angesprochen und ausführlich diskutiert.
Aus- und Weiterbildung im Blick
Ein weiterer Schwerpunkt der AGF ist die Aus- und Weiterbildung. So werden, z.B. in einem 4-wöchigem Seminar, Fachkräfte aus dem Backwarenbereich zum „Detmolder Backmanager“ ausgebildet, ein inzwischen anerkanntes und von der Wirtschaft gut besuchtes Seminar.
Die AGF ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein, der – trotz der räumlichen Nähe zur Bundesforschungsanstalt in Detmold und trotz guter Zusammenarbeit mit dieser – seine Tätigkeit unabhängig und ohne staatliche Zuschüsse ausübt. Die Arbeitsgemeinschaft verfügt über ein eigenes Vortragshaus, das bis zu 300 Personen Platz bieten kann. In ihrer Ausstellungshalle, die inzwischen eine Ausstellungsfläche von 550 m² hat, stellen Maschinen- und Gerätehersteller parallel zu den Fachtagungen ihre Neu- bzw. Weiterentwicklungen vor.
Dadurch werden die in den wissenschaftlichen Veranstaltungen angesprochenen Themen für die Praktiker verdeutlicht. Dieses schon seit den Fünfziger Jahren durchgeführte Konzept wird inzwischen auch von großen Messen immer mehr angewandt.
Einen wesentlichen Anteil an dem erfolgreichen Wirken der Arbeitsgemeinschaft haben ihre Arbeitsausschüsse, die, zusammengesetzt aus Wissenschaftlern und Praktikern aus Instituten und Betrieben, sich mit allgemeinen oder speziellen Problemen der Züchtung, des Anbaus, der Vermarktung, der Qualität und der Verarbeitung von Getreide beschäftigen.
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