Branche_Politik
Berliner Schrippe wird teurer
Gestiegene Rohstoffpreise erfordern Preiserhöhungen
Berlin (p). Die Preise für Butter, Milch und Käse sind bereits gestiegen, nun sollen auch Brötchen teurer werden, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Um drei bis fünf Cent, so Hans-Joachim Blauert, Chef der Berliner Bäckerinnung. Denn auch die Kosten für Mehl und andere Rohstoffe hätten sich erhöht. Kleine Bäckerbetriebe zögern, doch in großen Ketten zahlt man bereits mehr für die Schrippe.
Steigende Energie- und Rohstoffkosten machen den Betrieben der Berliner Bäckerinnung zu schaffen. Obermeister Blauert empfiehlt deshalb den Bäckern, die Preise zu erhöhen. Nur so könnten Handwerksbetriebe überleben.
Die Preisanpassungen könnten aber nicht auf Brötchen beschränkt werden. Für 60 bis 70 Prozent des Sortiments müssten die Preise neu kalkuliert werden, so Blauert. Dass die Kunden als Antwort auf die Erhöhungen zu Brötchen aus dem Discounter greifen könnten, glaubt Blauert nicht: „Auf der einen Seite steht der etwas höhere Preis, auf der anderen Seite erhält der Käufer auch Qualität, Beratung und einen besseren Kundenservice.“
Zwar habe sich die Situation der rund 220 Berliner Bäckern nach Jahren der Rezession seit letztem Jahr entspannt. Nun sei zu befürchten, dass weitere Kostensteigerungen zahlreiche Betriebe zur Aufgabe zwingen könnten, so Blauert.
Bäckermeister Franz Streubel hält solche Gedankenspiele grundsätzlich für richtig. „Ich kann mir Preiserhöhungen aber nicht erlauben. Dann bleiben mir die Kunden weg“, so der 60-Jährige, der in Berlin sechs Filialen betreibt. Unterdessen hat die Bäckereikette Thürmann angekündigt, den Preis für eine Schrippe von 28 auf 30 Cent zu erhöhen, um ihren Kunden auch weiterhin die gewohnte Qualität bieten zu können. Thürmann betreibt in Berlin 201 Filialen.
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