Aktuell
Beitrag zum Klimaschutz
Bewusste Ernährung mit regionalen Produkten
Nürnberg (age). Bewusste Ernährung kann nach Auffassung von Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Wer Lebensmittel aus der Region und der Saison bevorzugt, hilft mit, bis zu 50 Prozent der Treibhausgase im Ernährungsbereich einzusparen“, erklärte der Minister anlässlich der BioFach vergangenen Woche in Nürnberg.
Importierte Lebensmittel aus fernen Ländern verursachten einen hohen Energieaufwand für ihren Transport und belasteten damit das Klima besonders. So belasteten Flugtransporte für Überseeprodukte das Klima 80 Mal mehr als Schiffstransporte und bis zu 300 Mal mehr als heimische Erzeugnisse. Schnappauf: „Wer im Winter Erdbeeren aus Übersee essen will statt sich auf die Erdbeersaison bei uns zu freuen, zahlt einen hohen Klimapreis.“ Nach einer vom bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen Auswertung verursachten Lebensmittel, die von weither kommen, hohe Klimagas-Emissionen. Sie betrügen rund 1000 g CO2 je Tonne und Kilometer beim Transport mit dem Flugzeug, etwa 200 g je Tonne und Kilometer beim Transport mit dem Lkw und 80 g je Tonne und Kilometer beim Transport mit der Bahn. Da der Verbraucher oft nicht wissen könne, wie die Ware transportiert werde, empfehle es sich, stets auf Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen. Auch mit saisonalem Obst und Gemüse liege man richtig: Bis zu 30 Mal weniger CO2 verbrauchten im Freiland angebaute Erzeugnisse im Vergleich zu beheizten Gewächshaus-Produkten.
Ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz leistet nach Angaben des Ministers eine Reduzierung des Fleischkonsums. Laut Studie würden beispielsweise bei der Produktion von 1kg Rindfleisch 6,5 kg CO2 eingesetzt; die gleiche Menge Obst verbrauche hingegen nur 0,5 kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2. Die Tipps für den Einkauf lauteten somit: Mehr pflanzliche Lebensmittel in den Speiseplan aufnehmen, saisonales Obst und Gemüse aus der Region.
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