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Bei Lebensmittelimporten sensibilisiert

Zahl der Warnungen in der EU stieg 2005 um 570 / Erfolge durch mehr Kontrollen


Brüssel (ppl). Im vergangenen Jahr gingen bei der EU-Kommission 3158 Meldungen über Gefährdungen durch Lebens- oder Futtermittel ein. Das waren 570 mehr als 2004.

Das geht aus dem Jahresbericht über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) hervor. Über diese Einrichtung können die Mitgliedsstaaten schnell und wirksam Informationen über Gefährdungen austauschen.

Die gestiegene Zahl an Meldungen führt die EU-Kommission aber auch darauf zurück, dass die Staaten durch die vorangegangenen Lebensmittelskandale sensibilisiert sind und vorsorglich schneller Gefährdungen melden.

Nicht zuletzt haben verstärkte Lebensmittelimporte aufgrund der EU-Erweiterung zu häufigeren Grenzkontrollen geführt. Die seit Jahren gestiegene Zahl der RASFF-Meldungen sei aber auch darauf zurückzuführen, dass sich das System etabliert habe.

Die Meldungen betrafen vor allem Fleisch-, Geflügel- und Fischereierzeugnisse, Obst und Gemüse sowie Kräuter und Gewürze. Zu den häufigsten Gefahren zählten Mykotoxine (Schimmelpilzgifte), schädliche Mikroorganismen (Salmonellen und E. coli) sowie unerlaubte Stoffe wie etwa Farben. Allerdings wurde die Hälfte der monierten Produkte schon an den Grenzen der EU zurückgewiesen.

Der europäische Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Markos Kyprianou, kommentiert die Ergebnisse: „Das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel trägt maßgeblich dazu bei, dass die Verbraucher sicher sein können, dass im Falle von Problemen in der Lebensmittelkette schnell geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um das potenzielle Risiko zu minimieren.“


Artikel vom 20.07.2006
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