Wirtschafts- & Firmeninfos
Barilla braucht Geld
Bäckerei-Kette Kamps soll wieder an die Börse
Hamburg (rgb). Zum zweiten Mal in der Firmengeschichte soll Kamps an die Börse gehen. Wie das Handelsblatt meldet, will der Vorstandschef von Barilla, Robert Singer, alles daran setzen, dass Kamps bis Juli 2010 an die Börse zurückkehrt.
Hintergrund soll der zu hohe Preis für den damaligen Kauf der Großbäckerei Kamps sein – Barilla braucht Geld. 41 Prozent der Kampsanteile hält die Banca Popolare Italiana, die die Option hat, ihre Anteile 2010 zu einem festgelegten Preis an Barilla zu verkaufen. Dies könnte Barilla in Schwierigkeiten bringen.
Die Beziehungen zwischen Barilla und der Banca Popolare Italiana gelten als gespannt, denn die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ehemalige Banker, die sich vor der Übernahme mit Kamps-Aktien eingedeckt haben sollen, um sie nach der Übernahme zu einem höheren Preis zu verkaufen. Zur Erinnerung: Als Kamps-Gründer Heiner Kamps seine Bäckerei 1998 an die Börse brachte, stieg der Kurs von 4,18 Euro bei Ausgabe auf 46 Euro hoch – um dann fast wieder auf den Ausgabekurs zurückzufallen. Der Börsengang ließ 160 Mio. Euro in die Großbäckerei fließen. Bei der Übernahme durch Barilla erhielten die Aktionäre noch 12,50 Euro pro Aktie, was Heiner Kamps noch 60 Mio. Euro gesichert haben soll.
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