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Bäcker-Azubis am Ende der Skala

Ausbildungsvergütungen liegen bis zu 40 Prozent unter dem Durchschnitt


Berlin (ke). Auszubildende zum Beruf des Bäckers bzw. der Bäckerin haben im vergangenen Jahr im Westen Deutschland durchschnittlich 478Euro verdient, im Osten waren es 390Euro. Damit liegen die Bäckerlehrlinge nach wie vor am Ende der Tarifskala. Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2009 bei 666Euro pro Monat und damit um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 642Euro.

Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) meldet, hat sich in 2009 über alle statistisch erfassten Berufsgruppen die Differenz zwischen dem westlichen und dem östlichen Tarifniveau trotzdem verringert: Im Osten werden jetzt 88 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht, ein Jahr zuvor waren es noch 86 Prozent. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe in West- und 148 Berufe in Ostdeutschland. In diesen Berufen werden 88 Prozent der Auszubildenden ausgebildet.

Die mit Abstand höchsten Ausbildungsvergütungen wurden in West- und Ostdeutschland im Beruf Binnenschiffer/Binnenschifferin mit jeweils 949 Euro pro Monat erzielt. Hohe Vergütungen sind seit langem auch in den Berufen des Bauhauptgewerbes (zum Beispiel Maurer/Maurerin) tariflich vereinbart: Sie betrugen 2009 in Westdeutschland durchschnittlich 895 Euro und in Ostdeutschland 709 Euro pro Monat. Eher niedrige Ausbildungsvergütungen wurden dagegen zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer (West: 421, Ost: 388 Euro), Friseur/Friseurin (West: 449, Ost: 269 Euro).

Bei den ermittelten berufsspezifischen Durchschnittswerten ist zu beachten, dass häufig auch im gleichen Beruf die tariflichen Ausbildungsvergütungen je nach Region und Wirtschaftszweig erheblich voneinander abweichen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die tariflichen Ausbildungsvergütungen nur in der betrieblichen Ausbildung gelten. In der aus öffentlichen Mitteln finanzierten außerbetrieblichen Ausbildung erhalten die Auszubildenden in der Regel erheblich niedrigere Vergütungen, die hier nicht mit einbezogen sind.


Artikel vom 24.02.2010
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