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Backwaren mit Zusatznutzen
Interesse an funktionellen Backwaren steigt / Beratungskompetenz für Umsatzsteigerungen nutzen / Profilierung als Handwerksbäcker

Philipp Stradtmann, GF Wolf Butterback und Prof. Klaus Menrad bei der Präsentation der Studie auf der iba. Foto: Kräling Foto: Kräling
Laut Professor Menrad, der die Ergebnisse der Verbraucherstudie auf der Internationalen Backwaren Ausstellung (iba) in Düsseldorf vorstellte, verfügen „funktionelle Backwaren über ein vielversprechendes Potenzial insbesondere für Handwerksbäckereien“.
Zunehmender Markt
Funktionelle Lebensmittel, die sich durch ihre gesundheitsfördernden, leistungssteigernden oder krankheitsabwehrenden Wirkungen auszeichnen, erleben seit Jahren eine rasche Zunahme ihres Marktanteils am gesamten Lebensmittelmarkt in Deutschland. Bis zum Jahr 2011 wird mit einer Steigerung dieses Anteils auf mindestens 4 Prozent gerechnet. Angesichts eines wachsenden Wettbewerbsdrucks insbesondere von Seiten des Lebensmitteleinzelhandels und einem weiterhin beim Verbraucher hoch bewerteten Kompetenzprofils der Handwerksbäckereien können funktionelle Backwaren beziehungsweise sogenannte Wellness-Produkte eine relevante und attraktive Sortimentsergänzung darstellen.
Geeignete Zielgruppen
Daher wurde im Auftrag der Wolf Butterback KG vom Fachgebiet Marketing und Management der Fachhochschule Weihenstephan (mit Sitz am Wissenschaftszentrum Straubing) das Verbraucherverhalten gegenüber funktionellen Lebensmitteln und Backwaren näher untersucht. Die Ergebnisse beruhen auf der mündlichen Befragung von insgesamt 316 Bäckereikunden in 12 verschiedenen Bäckereien Süddeutschlands.
Generell ließen sich acht Verbrauchergruppen identifizieren, von denen sich fünf als geeignete Zielgruppen für funktionelle Backwaren erwiesen: Die interessierten Vielkäufer, die grundsätzlich Überzeugten, die gesundheitsbewussten Hedonisten, die unwissenden Unmotivierten und die geschmacksorientierten Skeptiker.
Der Anteil derjenigen Bäckereikunden, die Interesse an funktionellen Backwaren zeigen, beläuft sich insgesamt auf rund 76 Prozent.
Beratungskompetenz nutzen
Funktionelle Backwaren bieten somit die Chance, zur Profilschärfung der Handwerksbäckereien hinsichtlich ihrer vom Verbraucher geschätzten Kompetenzvorteile beitragen zu können. Bei deren Markteinführung muss laut Professor Menrad insbesondere auf deren Auslobung geachtet werden, die eine speziell definierte, gesundheitsfördernde Wirkung versprechen muss, ohne jedoch dabei auf Genuss zu verzichten.
Da es sich bei funktionellen Lebensmitteln um erklärungsbedürftige Produkte handelt, muss die gerade in Handwerksbäckereien besonders ausgeprägte Beratungskompetenz unbedingt genutzt werden, damit sich die Präferenzen der Verbraucher für funktionelle Backwaren auch in einer Umsatzsteigerung und Wettbewerbsprofilierung niederschlagen.
Zur iba 2009 führte Wolf Butterback drei Wellness-Neuheiten (Dinkel-Vollkorn-Croissant, Vita-Snack, Vital-Schnecke) für den Handwerksbäcker ein.
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