Branche_Politik

Backen und Brauen in Kulmbach

Bayerns Ministerpräsident Beckstein eröffnet neu entstandenes Bayerisches Bäckereimuseum in der Stadt mit der höchsten Bäckermeisterdichte


Kulmbach (pf). Das größte Museum für Lebensmittel in Europa steht in Kulmbach. Nach dem Brauereimuseum in der „heimlichen Hauptstadt des Bieres“ wurde nun auch ein Bäckereimuseum eröffnet. Beides zusammen bildet im Mönchshof, einem ehemaligen Brauereibetrieb, ein einzigartiges Museumskonzept. Kein geringerer als der Bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein eröffnete deshalb auch das Bayerische Bäckereimuseum.

Warum das Bayerische Bäckereimuseum in Kulmbach ist, zeigte Stefan Soiné, der Vorstand des Trägervereins, auf. „Kulmbach hat die größte Bäckermeisterdichte in Deutschland. Auf 70 Einwohner kommt hier ein Bäckermeister.“ Möglich mache dies die hier ansässige Firma Ireks, die mehr als 350 Bäckermeister beschäftige. Die Firma Ireks, mit Hans Albert Ruckdeschel und Stefan Soiné an der Spitze, war auch einer der Hauptsponsoren für das 4,5 Millionen-Projekt. Gefördert wurde es auch von öffentlicher Hand.

Vor allem Alt-Landrat Herbert Hofmann ist es zu verdanken, dass nach dem Brauermuseum 1994 nun auch das Bäckermuseum im Mönchhof entstanden ist. Mit jährlich 35.000 Besuchern sei das Brauermuseum auch in wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Auf einer Fläche von 2000 m² wird im Bäckereimuseum der Weg des Korns von der Mühle bis hin zum fertigen Brot nachgezeichnet.

Die Geschäftsführerin Sigrid Daum gab den zahlreichen Gästen der Eröffnungsfeier einen Überblick über das Museumskonzept.

Ministerpräsident Günther Beckstein wies darauf hin, dass Kulmbach der drittgrößte Lebensmittelstandort in Bayern sei. Für ihn sei Brauen und Backen die urbayerische Kernkompetenz und es sei richtig, dass in Kulmbach Bier und Brot in allen Facetten beleuchtet werde. Für den Ministerpräsidenten hatten sich der Museumsvorstand um Herbert Hofmann und Stefan Soiné etwas Besonderes einfallen lassen. Vertreter der Bäckerinnung Kulmbach mit Obermeister Ralf Groß an der Spitze hatten einen Backstein vorbereitet und erhitzt. Mehrmals gedreht wurde im Wortspiel aus dem Backstein ein Beckstein. Der Ministerpräsident durfte darauf sein eigenes Brot backen. Die Innungen der Region waren es auch, die das Museum mit Exponaten wie Zunftbüchern und alten Fachbüchern unterstützten.

Bäckermeister Thomas Zimmer (Bayreuth) und Landrat Klaus Peter Söllner vom Verein Genussregion Oberfranken überreichten Beckstein eine Brotzeit aus der Genussregion, die die höchste Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt aufweist.

Geöffnet ist das Brauereimuseum Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Führungen sind nach Voranmeldung möglich.


Artikel vom 29.09.2008
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Fokus vom 29.09.2008:

Einkaufen mit Handy und Fingerabdruck
Schlechte Politik erfordert starke Verbandsarbeit
Durchschnittliche Qualität bei hohen Ernteerträgen
Fala plant strategische Neuausrichtung
Aryzta erzielt Rekordgewinn
Uniferm mit neuen Internetseiten

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Fokus


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!