Fokus
Austeller mit besserer Bilanz als im Vorjahr
ABZ-Befragung der Aussteller ergibt einheitlich sehr gutes Stimmungsbild: Nicht repräsentativ, aber positives Signal für die Backbranche
Frank Tichter, Friedrich:
„Ein Elektro-Etagenofen mit 5qm Backfläche und einem Anschlusswert von nur 13,7 KW und deutlich geringerem Wasserverbrauch ist schon ein Hammer, deshalb haben wir auch den grünen Hammer als Symbol für das Energiesparen auf dem Messestand präsentiert. 25 bis 28 KW hat ein vergleichbarer Ofen! Die Internorga als klassische Messe für Handwerksbäcker ist für uns als Anbieter von Elektroöfen bis 12 m² Backfläche immer eine gute Messe. Diese Internorga allerdings ist auffallend erfolgreich verlaufen, schon in den ersten beiden Tagen haben wir das gesamte Messeergebnis von 2008 übertroffen.“
Volker Wöhrle,
Schröder Fortuna:
„Wir haben eine ganze Reihe von Innovationen und Verbesserungen an unser ausgereiften Anlagentechnik mit nach Hamburg gebracht und haben mit unserem Portfolio genau die Nachfrage und Wünsche der Bäcker getroffen. Deshalb ist die Internorga aus unserer Sicht mit mehr Kontakten deutlich besser als im Vorjahr verlaufen und setzt den guten Auftakt des Jahres beim Inlandsgeschäft fort.“
Martin Ubl, Werner&Pfleiderer: „Die Besucheranzahl war bis heute (4.Messetag) überschaubar, aber von der Qualität der Kontakte eine außerordentlich gute Messe. Besonders interessant: Wir werten jeden Tag unsere Kundenkontakte aus, und über 60 Prozent der Bäcker, die uns am Stand besucht haben, wollen in den nächsten zwei Wochen einen Besuch von uns – das signalisiert ein sehr hohes konkretes Interesse an Backstubentechnik und auch die Auftragseingänge auf der Messe fallen positiv aus. Auch im Handwerk ist die Krise nicht spürbar – freilich, wir wissen nicht was noch kommt.“
Frank Hoffmann,
Anneliese Mertes:
„Wir können in nicht feststellen, dass es in irgendeiner Weise Einbrüche gibt, ganz im Gegenteil: Wir verbuchen gestiegene Auftragseingänge seit Anfang des Jahres und das spiegelt jetzt auch die Resonanz auf der Messe wider. Sowohl hinsichtlich der Anzahl der Besucher als auch hinsichtlich der Qualität – auch im Handwerksbereich.
Entscheidend sind aber nicht die nackten Zahlen, sondern die absolut optimistische Stimmung hier in Hamburg, also blicken auch wir als Partner des Bäckerhandwerks optimistisch in die Zukunft.“
Robert Häussler,
Manz Backstubentechnik:
„Die Anfragen sind konkreter als auf der letzten Internorga, die Bäcker wollen investieren. Viele Bäcker wollen beim Ladenbacken auf den Etagenofen umsteigen, das kommt uns entgegen: Im Gegensatz zur allgemeinen Wirtschaftskrise haben wir in diesem Jahr im Vergleichszeitraum schon deutlich mehr Öfen verkauft, das stimmt uns natürlich optimistisch. Auf der Internorga präsentieren wir ein neues Schwadensystem, z. B. bei der Backstation 80.43: Drei bis vier Impulse sorgen bei gleicher Schwadenmenge für eine effektivere Einwirkung des Schwadens auf das Gebäck.“
Pit Thein, Hein:
„Über Messen wird ja in der Fachpresse recht eigentümlich berichtet, so etwa bei der Sachsenback – da gibt es zwischen der Realität und einigen Medienberichten große Differenzen. Anders war es bei der südback, da war die Euphorie angesichts der hohen Frequenz auf der Messe berechtigt, aber das Messenachgeschäft fiel dennoch mittelmäßig aus; aus unserer Sicht aber zufriedenstellend. Jetzt auf der Internorga war die Kundenfrequenz – mit guten Fachgesprächen – ebenfalls hoch, aber man muss abwarten, wie sich das Geschäft tatsächlich entwickelt. Das „Schieben“ von Investitionen fällt bei uns nicht anders als in den letzten Jahren aus. Wir spüren keinen Einbruch, den man ja allgemein befürchtete.“
Philipp Stratmann,
Wolf Butterback:
„Ich bin mit der Erwartung nach Hamburg gefahren, dass die Wirtschaftskrise, von der alle schreiben und reden, das Bäckerhandwerk (noch) nicht erreicht hat und das hat sich bestätigt. Die Resonanz ist sehr gut. Wir kommen mit unsere Neuheiten – ob Muffins, neuer Texas-Schnitte oder unserem umfassenden Bio-Sortiment – sehr gut an und können deshalb ein äußerst positives Fazit ziehen. Ach beim Messeverkauf liegen die Zahlen mindestens aufvorjahresniveau.“
Reiner Veit, CompData:
„Zuversicht und Entschlossenheit waren die wichtigsten Signale auf der Fachmesse. Sehr deutlich hat sich in diesem Jahr gezeigt, dass sich die Fachbesucher sehr fundiert auf den Messebesuch vorbereitet und gezielt nach Lösungen gesucht haben. Darüber hinaus waren sie jedoch auch an neuen Entwicklungen interessiert.“
René Riesner, Berner Ladenbau:
„Auf der Internorga war festzustellen, dass das Bäckerhandwerk gut aufgestellt ist. Das Interesse an der Filialoptimierung scheint momentan recht groß zu sein. Wir hatten sehr viele ganz konkrete Anfragen. Unterm Strich sind wir jedenfalls mit unserem diesjährigen Auftritt in Hamburg sehr zufrieden.“
Lutz Henning,
Bäko-Zentrale Nord:
„Die Bäko und viele Aussteller unserer Branche sind sehr zufrieden. Natürlich bleibt auch unsere Branche von den negativen Nachrichten und Entwicklungen in Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verschont. Ein genereller Pessimismus, der die Marktperspektiven des deutschen Bäckerhandwerks und unsere Geschäftstätigkeit betrifft, ist allerdings nicht angesagt. Insgesamt können wir von Seiten der Bäko resümieren, dass die diesjährige Internorg eine Vielzahl von positiven Signalen für die Wirtschaftsperspektive unsere Branche ausstrahlte. Dementsprechend waren die Fachgespräche auf dem Bäko-Stand von optimistischen Einschätzungen geprägt, die die aktuellen Absatzchancen und die allgemeine Konsumneigung in Bezug auf Brot- und Backwaren betreffen.
Zurzeit werden viele Fragen gestellt, wie die Wirtschafts- und Finanzkrise denn zu bewältigen ist. Konkrete Antworten dazu gibt es eher weniger. Grundsätzlich sind wir in unserem Markt- und Leistungsspektrum überaus gut aufgestellt. Und momentan lässt sich ein konjunktureller Abschwung in unserem Markt nicht diagnostizieren.“
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