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Aufgeschlossene Verbraucher

Studie: Wellness- und Bio-Kunden überlappen sich im Qualitätssegment


Fürth (p). Wellness, Bio und Gesundheit sind zugkräftige Schlagworte für die Vermarktung von Backwaren. Die rund 40 Prozent qualitätsorientierten Käufer unter den Verbrauchern haben ein großes Interesse an Produkten, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Dabei überlappen sich Wellness- und Bio-Käufer als Zielsegmente; der Kaufanreiz variiert jedoch in den unterschiedlichen Verbrauchergruppen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Verbraucherstudie des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte der Uni Göttingen im Auftrag von Wolf Butterback.

In der Verbraucherbefragung wurde für den Backwarenmarkt untersucht, wie diese Kaufargumente zueinander stehen und unterschiedliche Zielgruppen für Backwaren mit gesundheitlichem Zusatznutzen analysiert. Neben der Analyse der Marktrelevanz von Backwaren mit gesundheitlichem Zusatznutzen zielt die Studie darauf, herauszufinden, wie Bio- und Wellnesskäufer zueinander stehen. Kaufen Bio-Käufer auch Wellnessprodukte? Gibt es Vorbehalte gegen eingebaute Gesundheitseffekte bei funktional angereicherten Lebensmitteln? Welche Alltagsbedürfnisse stehen hinter dem Markterfolg von Bio-, Health- und Wellnessprodukten? Im Ergebnis hat sich bestätigt, dass vor allem qualitätsorientierte Käufer für die Themen Wellness und Gesundheit aufgeschlossen sind.

Hieraus ergeben sich verschiedene Positionierungsmöglichkeiten für Backwaren. „Bio-Intensivkäufer bleiben den Bio-Backwaren treu – Produkte mit Wohlfühlfaktor sprechen diese Zielgruppe als zusätzliches Positionierungsmerkmal neben Bio an“, so Dr. Anke Zühlsdorf, Leiterin der Studie, zum Verhältnis von Bio- und Wellnesskäufern. „Wer Bio-Lebensmittel allerdings nur hin und wieder kauft, ist bei der Suche nach gesunden Produkten nicht an Bio gebunden und entscheidet sich eher für Backwaren mit der Auslobung von Gesundheitseigenschaften. Preisorientierte Käufer dagegen sind auch mit Wellness-Produkten kaum zu aktivieren.“ Für den Handwerksbäcker bedeute dies, passend zu seinem Kundenkreis die richtige Sortimentsauswahl (Bio und/oder Wellness) zu treffen, diese aktiv zu vermarkten und dabei bereits populäre Rohstoffe (wie z.B. Dinkel) in den Vordergrund zu stellen.


Artikel vom 23.04.2010
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