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Auf Gesundheit gesetzt
Schwartauer Werke eröffnen Forschungszentrum
Bad Schwartau (kke). Sechs Millionen Euro hat der zur Schweizer Hero-Gruppe, Lenzburg bei Zürich, gehörende Konfitürenhersteller Schwartau in Bad Schwartau für ein neues Entwicklungszentrum in der Nähe von Lübeck investiert. Hier arbeiten 60 Experten am Brotaufstrich der Zukunft. Jüngstes Ergebnis ist eine Produktlinie namens „Samt“, ein cremiger Fruchtaufstrich ohne Stückchen, Kernen oder Fasern. In Kürze auf den Markt kommen soll auch ein Müsliriegel mit 15 Prozent Ballaststoffen und ein salziger fettarmer Cerealien-Snack.
Das Schwartauer Werk verzeichnet derzeit eine Sonderkonjunktur. Laut Stefan F. Heidenreich, Chef der Konzernleitung von Hero, erwarte man ein Umsatzplus von 20 Prozent für das laufende Jahr. Die Produktion käme trotz 100 zusätzlich eingestellter Mitarbeiter kaum hinterher. Maßgeblich für diesen Erfolg seien innovative neue Produkte, bei denen das Unternehmen verstärkt auf Gesundheit setzt. Auch dazu wurde im Werk 1 in Bad Schwartau das Innovations-Center errichtet, das die Abteilungen Forschung und Entwicklung, Produktion und Marketing unter einem Dach zusammenführt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bezeichnete die Eröffnung des Entwicklungszentrums als ein kräftiges Signal des Aufbruchs.
Die Schwartauer Werke mit 800 Mitarbeitern gehören seit 2002 zu Hero und setzten im vergangenen Jahr rund 300 Mio. Euro um. Der Lebensmittelkonzern Hero gehört mehrheitlich der Familie Arend Oetker. Es beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter vor allem in Europa, USA, dem Nahen Osten und Afrika und peilt für 2006 einen Jahresumsatz von 1,5 Mrd. SF an.
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