Tagungen & Messen
Auch Weltmeister brauchen Arbeit
Juniorenforum auf der IHM: Handwerk, Politik, Arbeitsverwaltung, Kirche im Dialog
München (pf). Deutsche Produkte sind in aller Welt gefragt. Deutschland ist 2005 zum 3. Mal in Folge Exportweltmeister geworden. Das deutsche Handwerk steht dem nicht nach. „Handwerksleistungen in meisterlicher Qualität werden nach wie vor geschätzt“, sagt Hans Stumpf, Bundesvorsitzender der Junioren des Handwerks. „Leider werden aber auch immer mehr Arbeitsplätze exportiert“.
Beispiele hierfür braucht man nicht lange zu suchen: In Nürnberg wird das AEG-Werk geschlossen und nach Polen bzw. Italien verlagert. Ähnliches vollziehen Samsung und JVC in Berlin. Hans Stumpf: „Das trifft natürlich auch das Handwerk in der Region, nicht nur die Zulieferer.“ Viele weitere Beispiele könnten genannt werden.
Das Handwerk war dagegen lange Jahre Jobgarant. Entgegen den Entlassungswellen in der Industrie konnte die Beschäftigtenzahl im Handwerk behauptet oder sogar leicht gesteigert werden. Doch inzwischen ist die Zahl der in deutschen Handwerksbetrieben Beschäftigten auf unter fünf Millionen gesunken.
Gründe hierfür können die Handwerksjunioren genug nennen. „Mit subventionierten Ich-AG´s kann ein Handwerksbetrieb nicht konkurrieren, zu groß sind die Kostenunterschiede“, weist Hans Stumpf auf eine Fehlentwicklung durch die Politik hin.
Die Besucher des Internationalen Forums der Handwerksjunioren können mit Experten aus dem Bereich der Politik, der Arbeitsverwaltung, aber auch der Kirche zusammen mit den Handwerksjunioren diskutieren. Zugesagt haben als Gesprächspartner Horst Meierhofer, MdB, FDP; Dr. Sven Schütt, Zentralbereichsleiter bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, sowie Kirchenrat Dr. Wolfgang Schürger von der Evangelischen Landeskirche Bayern, die beim IHM-Forum diskutieren werden.
Termin: Samstag, dem 18. März 2006 um 14.00 Uhr auf der Aktionsfläche in Halle B 3
Weitere Informationen:
E-Mail: info@handwerksjunioren.de
www.handwerksjunioren.de
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