Branche_Politik

Anzugjacke gegen Arbeitskittel

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich besuchte Bäckerei Hennig und debattierte über die Stärkung des regionalen Handwerks


Zwenkau (ps). „So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen!“ Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich war nach seinem Rundgang durch das Backhaus Hennig in Zwenkau tief beeindruckt von der handwerklichen Produktion direkt vor den Augen der Kunden. „Solch eine gläserne Produktion stärkt das Vertrauen der Verbraucher zu den in Sachsen hergestellten Lebensmitteln, denn die Kunden sehen mit eigenen Augen, welche natürlichen Rohstoffe für Brot, Brötchen und Kuchen verwendet werden.“

Landesvater Tillich hatte gemeinsam mit dem CDU-Landtagskandidaten Oliver Fritzsche den modernen Backbetrieb, der erst vor einem knappen Jahr eröffnet wurde, im Rahmen seiner Sommertour 2009 durch den grün-weißen Freistaat besucht. Dabei konnte ihm Bäckermeister Jens Hennig berichten, dass sein Unternehmen zu 100 Prozent ausgelastet ist und er bereits überlege, den Neu- um einen Anbau zu erweitern. „Wir beginnen jetzt, die dritte Schicht einzuführen, denn in den vergangenen Monaten ist die Zahl unserer Filialen auf nunmehr 43 angewachsen – Tendenz weiter zunehmend“, berichtete der Kreishandwerksmeister im Landkreis Leipzig Land. Im Unternehmen sind 380 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 27 Auszubildende.

Arbeitsplätze geschaffen

Um die Arbeitsspitzen an jenem Nachmittag zumindest ein wenig abzubauen, mussten Ministerpräsident Tillich und Oliver Fritzsche ihre Anzugjacken gegen weiße Arbeitskittel eintauschen: Unter Anleitung von Jens Hennig und Backstubenleiter Uwe Hanke kneteten sie vor einem Holzbackofen den Brotteig und formten daraus Roggenmischbrote. Stanislaw Tillich ließ es sich nicht nehmen, Bäckermeister Hennig auch beim Schieben des Brotes zu assistieren. „Da kommt man ganz schön ins Schwitzen“, stellte der Landesvater fest.

In einer sich anschließenden Gesprächsrunde lobte Tillich den Mut und die Risikobereitschaft des mittelständischen Familienbetriebes Hennig. Mit viel Eigeninitiative wurden die sich bietenden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens genutzt und zugleich Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. „Dieses Beispiel zeigt, dass in einheimischen Unternehmen erfolgreich Sachsen für Sachsen produzieren und sich sehr gut am Markt behaupten können, wenn die vorhandenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei gesundender Risikobereitschaft klug und mutig sowie unter Berücksichtigung der Fördermöglichkeiten des Freistaates ausgenutzt werden“, betonte Stanislaw Tillich und beglückwünschte Familie Hennig zu einem „tollen Handwerksbetrieb“.

Gemeinsam mit den Obermeistern der Innungen im Landkreis Leipzig debattierten die CDU-Politiker über die Rahmenbedingungen für das regionale Handwerk und erörterten Möglichkeiten, den Mittelstand in Sachsen zu stärken.


Artikel vom 19.08.2009
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